Fukushima: Roboter liefert
erstmals Bilder aus Atomruine

Wegen der extrem hohen Strahlung dürfen keine Menschen ins Innere

Ein Roboter hat erstmals Bilder aus dem tiefsten Inneren eines der Unglücksreaktoren in der Atomruine Fukushima geliefert. Nach Angaben des Atombetreibers Tepco sind im Sicherheitsbehälter des zerstörten Reaktors Nummer 1 nahe einer Öffnung zum Tiefgeschoß keine größeren Hindernisse gesichtet worden. Dies gilt als positives Zeichen für die weitere Suche nach den geschmolzenen Brennstäben.

von Roboter erkundet Inneres der Unglücksreaktoren in Fukushima © Bild: APA/EPA/Tepco
Roboter erkundet Inneres der Unglücksreaktoren in Fukushima
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Die von dem Roboter gemessene Strahlendosis erreichte bis zu 9,7 Sievert pro Stunde. Ein Mensch würde bei einer solchen Strahlung innerhalb einer Stunde sterben. Die Temperatur lag den Angaben nach zwischen 17,8 und 20,2 Grad.

Roboter erkundet Inneres der Unglücksreaktoren in Fukushima
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Der Reaktor ist einer von drei, in denen es in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen war. Wegen der weiterhin extrem hohen Strahlung können keine Menschen ins Innere der Unglücksreaktoren.

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Daher weiß auch vier Jahre nach der Katastrophe niemand, wo sich der in den Reaktoren 1, 2 und 3 geschmolzene Brennstoff genau befindet. Tepco hatte deswegen den Roboter hineingeschickt, der jedoch schon nach wenigen Stunden stecken blieb. Tepco gab das ferngesteuerte Gerät daraufhin auf.

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Um die Lage im Inneren zu erkunden, haben Wissenschafter auch mit einem anderen Experiment begonnen, bei dem sie mit Hilfe kosmischer Strahlen durch die Reaktoren "hindurchschauen" und "Schatten" des Brennstoffs ausmachen wollen - ähnlich wie bei Röntgenaufnahmen. Solche sogenannten Myonen werden auch in der Vulkanforschung und bei der Suche nach geheimen Kammern in Pyramiden eingesetzt. Tepco und die japanische Regierung hoffen, 2020 mit der Bergung des Brennstoffs beginnen zu können.

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