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Erneute Probleme

Stromausfall in havariertem Atomkraftwerk - Kühlsystem vorübergehend lahmgelegt

Ein Handout-Foto des japanischen Verteidigungsministeriums zeigt die Ruinen des havarierten Atomkraftwerks Fukushima mit den Reaktoren 1 (M) und 2 von der Seeseite aus © Bild: APA/DPA/Japanisches Verteidigungsministerium/JMSDF

Ein Stromausfall im havarierten Atomkraftwerk Fukushima hat auf einen Schlag mehrere Kühlsysteme für Abklingbecken abgebrannter Brennstäbe lahmgelegt. Am Mittwoch (Ortszeit) ist die Kühlung aller vier betroffenen Abklingbecken jedoch wieder in Betrieb gegangen, wie der Betreiberkonzern Tepco mitteilte.

Als letztes sei in der Nacht die Kühlung für das Hauptbecken wieder in Betrieb gegangen, teilte der Betreiber Tepco mit. Die Kühlsysteme für die Abklingbecken in den zerstörten Reaktoren konnten laut Tepco schon vorher wieder ans Laufen gebracht werden.

In dem in einiger Entfernung von den Reaktoren liegenden Zentralbecken lagern 6.000 abgebrannte Brennstäbe. Im Gegensatz zu den Reaktoren wurde es von dem verheerenden Tsunami vor rund zwei Jahren verschont.

Problem mit Stromverteiler

Die Kühlsysteme waren am Montag nach einer Strompanne komplett ausgefallen. Die Ursache war zunächst unklar, Tepco vermutete ein Problem in einem Stromverteiler. Eine erhöhte Radioaktivität wurde dem Betreiber zufolge durch den Vorfall nicht festgestellt.

In dem Atomkraftwerk im Nordosten Japans war es infolge eines verheerenden Erdbebens und eines Tsunamis am 11. März 2011 in einigen Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Es war das folgenschwerste Atomunglück seit dem Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986.

Rückbau der Atomruine dauert etwa 40 Jahre

Der Rückbau der Atomruine wird Experten zufolge voraussichtlich etwa 40 Jahre dauern. Derweil hat der neue Regierungschef Shinzo Abe erklärt, die seit Fukushima landesweit zu Inspektionsarbeiten heruntergefahrenen Meiler in Japan nach bestandenen Sicherheitsprüfungen wieder hochfahren zu wollen. Derzeit sind in Japan nur zwei der 50 Reaktoren am Netz.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA ist von den japanischen Behörden über die ausgefallenen Kühlsysteme im havarierten Atomkraftwerk Fukushima informiert worden. Das Zentrum der Behörde für nukleare Unfälle und Zwischenfälle stehe in Kontakt mit den Verantwortlichen, arbeite aber nicht in erhöhter Alarmbereitschaft, teilte die UN-Behörde auf Nachfrage am Dienstag in Wien mit.

Kommentare

Es gibt nicht genug Menschen ohne Gier. So lange wird Amerika hier deckend die Hand weltweit drüberhalten, Politik und Medien die Daten herunterspielen. Und wir Kleinen weiter zuschauen und es zu nichts mehr als Petitionen und Demos bringen. Schade eigentlich.

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