Fukushima: AKW vor Schließung

Tepco will nach öffentlichem Druck alle Reaktoren endgültig stilllegen

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Japan - Fukushima: AKW vor Schließung

Das Atomkraftwerk Fukushima verfügte über sechs Reaktoren, als es im März 2011 von einer Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe zerstört wurde. Die Reaktoren 1 bis 4 wurden schwer beschädigt, in drei von ihnen kam es zu einer Kernschmelze und dem Austritt radioaktiver Substanzen, die weite Teile der umliegenden Region verstrahlten. Tausende Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser, das zu Kühlzwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt und in Wassertanks gelagert worden war, gelangte in den Pazifischen Ozean.

Von Regierung und Öffentlichkeit unter Druck gesetzt

Japans Regierung und Öffentlichkeit hatten Tepco unter Druck gesetzt, die Reaktoren nicht wieder in Betrieb zu nehmen. Der Beschluss zur vollständigen Stilllegung fiel jedoch erst, nachdem die Buchhaltungsregeln dahingehend geändert worden waren, dass keine massiven Abschreibungsverluste entstehen.

Tepco erwägt nun nach eigenen Angaben, die Reaktoren 1 bis 4 für Forschungszwecke nutzbar zu machen. Die Betreiberfirma und die japanische Regierung gehen davon aus, dass es ungefähr vier Jahrzehnte dauern dürfte, die havarierten Meiler komplett unschädlich zu machen und abzubauen.

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