Für die Welt keimt eine neue Hoffnung auf:
Währungsfonds hebt Wirtschaftsprognose an

Weltwirtschaft wächst heuer um mindestens 4 Prozent China & Südamerika bleiben Konjunkturlokomotiven

Für die Welt keimt eine neue Hoffnung auf:
Währungsfonds hebt Wirtschaftsprognose an © Bild: APA/dpa/Schutt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr auf mindestens vier Prozent erhöhen. Vor allem in vielen Schwellenländern wie China und in Südamerika komme die Erholung zügig voran, zitierte die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" IWF-Chef Strauss-Kahn.

Dagegen bleibe der private Verbrauch in den USA, Japan und Europa schwach. Der IWF hatte erst im Jänner seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft deutlich erhöht auf 3,9 Prozent von zuvor 3,1 Prozent.

Für 45 Schwellenländer errechnete die asiatische Entwicklungsbank (ADB) allein in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent. Die Konjunktur in Asien und im pazifischen Raum erhole sich deutlich von der Flaute 2009, teilte die Bank mit. Im vorigen Jahr war das Plus auf 5,2 Prozent geschrumpft und damit auf ein Acht-Jahres-Tief. Für 2011 prognostizieren die Experten ein Wachstum von 7,3 Prozent. Zu den untersuchten Schwellenländern gehören etwa China, Indien, Singapur, Aserbaidschan und Papua-Neuguinea.

Auch Europa lässt sich nicht lumpen
Aber auch in Kontinentaleuropa haben sich die Wirtschaftsdaten in den vergangenen Monaten "deutlich" verbessert. Im ersten Halbjahr 2010 sollte die Wirtschaftsdynamik in Europa laut dem Raiffeisen Zentralbank-Experten Valentin Hofstätter nochmals etwas zulegen. Alle wichtigen Konjunkturvorlaufindikatoren würden einen Aufwärtstrend ausweisen. Im Verhältnis zur tiefen Rezession des Vorjahres bleibe das Wirtschaftswachstum in Summe aber verhalten.

Peter Brezinschek weiß speziell für Osteuropa Positives zu vermelden: "In selektiven CEE-Ländern konnten wir die Wachstumsprognosen anheben", sagte der RZB-Chefanalyst und nannte dabei Russland und die Ukraine mit einem erwarteten BIP-Anstieg von 5 bzw. 3,5 Prozent im heurigen Jahr. In Polen, dem einzigen Wachstumsland im Vorjahr, soll sich das Wirtschaftswachstum heuer von 1,7 auf 2,7 Prozent beschleunigen. Die Grundlage dafür seien steigende Nettoexporte und gestiegene Infrastrukturausgaben.
(apa/red)