Für UEFA fließt wieder der Reibach: EURO 2008 soll Verband Rekordeinnahmen bringen

Ergebnis von 650 bis 700 Millionen Euro erwartet Mehreinnahmen durch neue Vermarktungsstrategie

Die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz beschert der UEFA Rekordeinnahmen. Zwischen 650 und 700 Millionen Euro wird der Fußball-Kontinentalverband einnehmen und damit das Ergebnis von der EM 2004 in Portugal um mindestens 100 Millionen übertreffen.

Die UEFA sieht sich damit in ihrer geänderten Vermarktungsstrategie bestätigt. Erstmals in ihrer Geschichte vergab sie die europäischen Fernsehrechte an der Europameisterschaft nicht pauschal an die European Broadcasting Union (EBU), einem Zusammenschluss überwiegend staatlicher oder öffentlich-rechtlicher Sender, dem auch der ORF angehört, sondern an den in Hamburg ansässigen Vermarkter Sportfive. Der vergibt die Rechte einzeln.

Zwar sind noch nicht alle Verträge unter Dach und Fach. So ist es in Spanien noch zu keinem Abschluss gekommen, auch in Österreich sind die Verhandlungen mit dem ORF noch im Gange.

"Wir haben aus der erfolgreichen Vermarktung gelernt, dass wir auch die Produktion des Sende-Signals nicht in fremde Hände geben. So kann die UEFA die Qualität selber bestimmen. Wir haben für die EURO 2008 die besten Fußball-Regisseure und -Produzenten aus Europa, überwiegend aus Deutschland, England und Frankreich, verpflichtet", so UEFA-Kommunikationschef William Gaillard.

Beste Qualität muss auch sein, hat die UEFA doch pro Spiel im Verhältnis mehr herausgeholt, als eine Partie der WM 2006 gekostet hat. Und in rund der Hälfte der 53 Verbände der UEFA liegt sogar die absolut gezahlte Summe bei 31 Spielen über der, die für die WM 2006 mit 64 Spielen gezahlt wurde.

(apa)