Für Oberbullen schlägt's 13! Zickler schießt Salzburger in den goldenen Tabellenherbst!

3:0: Deutscher netzt gegen Paschinger dreimal ein Rieder machen gegen Altach halbes Dutzend voll!

Red Bull Salzburg hat sich vorzeitig den inoffiziellen Herbstmeistertitel in der österreichischen Fußball-Bundesliga gesichert. Die Mozartstädter setzten sich vor eigenem Publikum gegen Superfund Pasching verdient 3:0 (2:0) durch und bauten damit den Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Oberösterreich auf zehn Punkte aus, womit sie in den verbleibenden drei Partien bis zum Ende der Hinrunde nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen sind.

Held des Abends war Alexander Zickler, der die Trapattoni-Elf im Alleingang (30., 35., 87.) zum Sieg schoss und dadurch mit nunmehr 13 Saisontreffern die Führung in der Torschützenliste übernahm. Zum ersten Mal war der frühere Bayern-Stürmer erfolgreich, als er nach einem weiten Einwurf und einer missglückten Kopfball-Abwehr von Kovacevic den Ball serviert bekam und das Leder mit einem sehenswerten Halb-Volley ins lange Kreuzeck donnerte. Fünf Minuten später konnte Schicklgruber einen Schuss von Tiffert nur kurz bändigen, Zickler war per Hechtkopfball zur Stelle.

Dabei hatten die Salzburger Glück, dass sie davor nicht in Rückstand gerieten. Ein Ciquinho-Freistoß landete in der 26. Minute an der Querlatte, eine Minute später fand Gilewicz bei einem Volley und einem Kopfball in Ochs seinen Meister.

Dies sollte allerdings die einzige gute Phase der von Interimscoach Didi Constantini überraschend offensiv aufgestellten Paschinger gewesen sein, denn nach dem Zickler-Doppelpack spielten die "Bullen" bis zur Pause mit ihrem Gegner Katz und Maus. Vonlanthen (38./Schicklgruber parierte) und Janocko (41./abgefälschter Schuss daneben, 45./Schicklgruber auf dem Posten) ließen Chancen auf eine höhere Führung aus.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Gastgeber zumindest einen Gang zurück und beschränkten sich auf das Verwalten des Vorsprungs, ehe Zickler in der 87. Minute nach einem Konter und Vorlage des eingewechselten Pitak zum drittenmal jubeln durfte. Davor hatte Krajic (84., 79.) zwei gute Chancen auf den Ehrentreffer der Paschinger ausgelassen.

Die Salzburger, die in allen elf Saison-Pflichtspielen vor eigenem Publikum ungeschlagen und seit 415 Minuten ohne Gegentor sind, kamen damit zum erst zweiten Sieg gegen die Paschinger aus den jüngsten elf Begegnungen und sorgten dafür, dass in der insgesamt 18. Bundesliga-Partie gegen die Oberösterreicher erst zum drittenmal mehr als ein Tor fiel. Die Paschinger mussten sich erstmals nach zehn Spielen ohne Niederlage wieder geschlagen geben.

Rieder machen gegen Altach halbes Dutzend voll
Die SV Ried hat in der 15. Runde der Fußball T-Mobile-Bundesliga ihre Siegesserie prolongiert und den SV Mattersburg mit 6:2 (3:1) nach Hause geschickt. Für die Treffer im torreichsten Spiel der Runde sorgten Drechsel (20.) Brunmayr (36./68.), Eder (39.), Pichorner (60.) und Damjanovic (90.) bzw. Mörz (44.) und Jank (74.) mit einem Eigentor. Mattersburg-Kapitän Kühbauer sah nach mehrmaliger Kritik an Schiedsrichter Grobelnik in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte.

Die Rieder sind seit nunmehr neun Meisterschaftsspielen in Serie ungeschlagen, die letzte Niederlage datiert vom 19. August, damals gab es zu Hause ein 1:2 gegen Altach. Auch Mattersburg prolongierte eine Serie, die Burgenländer haben in Ried noch nie gewonnen.

In der 20. Minute sorgte Drechsel für den kuriosen Treffer zum 1:0. Ein Freistoß von ihm von der rechten Seite wurde durch Ratajczyk unglücklich zu einer "Kerze", die sich zur Verwunderung aller Spieler in das Tor von Goalie Borenitsch senkte. Dieser hatte schon einen anderen Ball eines Ballbuben in den Händen um das Spiel fortzusetzen.

Mattersburg schlug aber zurück und hatte durch Mörz (30.) und Thomas Wagner (32.) zwei sehr gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Vor allem Wagner hätte allein stehend vor Ried-Goalie Hans-Peter Berger treffen müssen. Doch die Tore fielen auf der anderen Seite. Brunmayr war nach einer zu kurzen Faustabwehr von Borentisch mit dem 2:0 zur Stelle.

Das 3:0 erzielte Eder nach einer Flanke von Brenner. Drei Mattersburger hatten den Rieder mutterseelenalleine im Fünfer köpfeln lassen. Doch Mattersburg kam durch Mörz eine Minute vor der Pause zum Anschlusstreffer. Er staubte nach einem Kühbauer-Schuss ab. Der Kapitän kassierte nur Sekunden danach die Gelb-Rote Karte. Er hatte sich schon zuvor minutenlang bei Schiedsrichter Grobelnik beschwert.

In Durchgang Zwei erhöhte Pichorner, durch Martinez schön mit einem Steilpass eingesetzt nach einer Stunde auf 4:1. Brunmayr staubte in der 68. Minute nach einem Martinez-Schuss zum 5:1 ab. Nach einem Eigentor von Jank stand es zwischenzeitlich 5:2, der eingewechselte Damjanovic sorgte mit einem Schuss aus spitzem Winkel für den 6:2-Endstand.

(apa/red)