Für Marlies Schild ist Saison schon zu Ende:
Bei Sturz Schien- und Wadenbein gebrochen

Ein Einfädler bei Riesentorlauf-Training endete fatal Bereits operiert: Rund sechsmonatige Zwangspause

Für Marlies Schild ist die alpine Weltcup-Saison mit dem Höhepunkt WM in Val d'Isere bereits vor deren Beginn zu Ende. Die 27-jährige Salzburgerin zog sich zwei Wochen vor dem Saisonauftakt in Sölden auf dem Rettenbachferner einen Trümmerbruch sowie einen Bruch des Schienbeinkopfes im linken Unterschenkel erlitten und fällt nach Angaben von Unfallchirurg Gernot Sperner rund sechs Monate aus.

Für Marlies Schild ist Saison schon zu Ende:
Bei Sturz Schien- und Wadenbein gebrochen

Die schwere Verletzung war das Resultat eines Einfädlers auf einem Riesentorlauf-Kurs. ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl erfuhr das Unerfreuliche von Teamarzt Andreas Hartmann. Mandl selbst leitete zum Zeitpunkt des Sturzes von Schild das Training einer anderen ÖSV-Damengruppe im Stubaital.

Schild wurde mit dem Hubschrauber in die Privatklinik nach Hochrum geflogen, wo Universitätsprofessor Gernot Sperner eine genauere Untersuchung vornahm und danach die 27-jährige Slalom-Weltcupsiegerin im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck zwei Stunden lang operierte

Die fünffache WM-Medaillengewinnerin Schild hatte in der abgelaufenen Saison zum zweiten Mal en suite den Slalom-Weltcup gewonnen. In der Gesamt-Wertung war die Saalfeldnerin Fünfte geworden.

Bei Sponring glimpflicher
Vor Schild hatte in der Saisonvorbereitung der ÖSV-Damen Mitte September bereits Christine Sponring bei einem Sturz im Riesentorlauf-Training in Zermatt verletzt. Die 25-jährige Tirolerin kam aber weit glimpflicher davon als Schild. Die Ex-Vizeweltmeisterin in der Kombination zog sich eine Kreuzbandzerrung sowie einen kleinen Knorpelbruch an der Oberschenkelrolle des linken Knies zu und musste deshalb operiert werden. Nach dem Eingriff sprachen die Mediziner von einer rund fünfwöchigen Pause für Sponring.

(apa/red)