Für immer Liebe von

Liebe auf ewig?

Rachel McAdams erinnert sich nicht mehr an Gatten Channing Tatum

Für immer Liebe - Liebe auf ewig? © Bild: 2011 Sony Pictures Releasing GmbH

Vergessen kann sehr heilsam sein. Schockierende Erfahrungen oder unangenehme Dinge würden viele Menschen gerne aus ihrem Gedächtnis streichen. Doch was ist, wenn es ausgerechnet die große Liebe ist, an die man sich plötzlich nicht mehr erinnern kann? Der Film "Für immer Liebe" greift diese Frage auf - nach einer wahren Begebenheit. Am 10. Februar kommt der Streifen in die heimischen Kinos. NEWS.AT verlost 3x2 Kinotickets sowie 3 Soundtracks zum Film, 3 Herzwärmeflaschen, 3 Halsketten und 3 Tischlichter.

Paige (Rachel McAdams) hat nach einem Unfall einen Teil ihres Gedächtnisses verloren. In ihrer Erinnerung studiert sie immer noch Jus und ist mit dem spießigen Jeremy (Scott Speedman) verlobt. Dass sie inzwischen als Künstlerin in Chicago lebt, ist ihr entfallen, ebenso wie ihre Liebesheirat mit Leo (Channing Tatum), der ihr jetzt völlig fremd scheint. Mit allen Mitteln versucht Leo deshalb, seine Frau wieder für sich zu gewinnen.

Die Geschichte von Regisseur Michael Sucsy hört sich erst mal spannend an - ein Mann, der seine Frau dazu bringen muss, sich neu in ihn zu verlieben und dabei gegen ihren Ex-Verlobten antreten muss. Ein Schmachtfilm - keine Frage. Doch viele Liebesszenen sind zu pathetisch, die Konflikte meist zu vorhersehbar und die Klischees sehr stark. Zudem geht die Liebesgeschichte zwischen Leo und Paige unter durch die Reibereien mit ihrer Familie.

Die wohlsituierten Eltern sind froh, dass ihre Tochter nach einer Phase als Künstlerin wieder in den Schoß der Familie zurückgekehrt ist. Statt coolen Outfits trägt sie Kostüm und Perlenkette und sogar ihr Jusstudium will sie vollenden, nachdem sie es ein paar Jahre zuvor geschmissen hatte. Und Jeremy kommt ihre Amnesie gerade recht - hat er doch nie verwunden, dass Paige die sichere Zukunft mit ihm gegen ein Leben in der Künstler-Boheme getauscht hat.

Dem Film fehlt es nicht nur an Witz, sondern vor allem an Leichtigkeit. Leos Liebesschwüre sind eher schwülstig, als ergreifend. Und auch Paiges plötzlicher Sinneswandel wirkt seltsam, wie nach einer gründlichen Gehirnwäsche durch ihre konservativen Eltern, die auf den üblichen Klischees reiten: die böse Stadt, die verwahrlosten Künstler, das brotlose Leben in heruntergekommenen Wohnungen. Erst gegen Ende gibt es Momente, von denen man gerne sehr viel mehr gesehen hatte. Etwa wenn Leo seine Frau mitten in der kalten Nacht an einen See führt, in dem sie früher schon immer heimlich nackt gebadet haben. Die große Frage ist: Springt sie oder springt sie nicht? So verrückt kann Liebe sein!

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