Für neue Austria-Arena in Rothneusiedl: Stronach hat Vorkaufsrecht für Stadion-Grund

SPÖ und FPÖ beschlossen Option im Ausschuss Stadion soll U1-Anschluss bekommen & 2011 starten

Der Wiener Wohnbauausschuss hat erwartungsgemäß mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ Frank Stronach eine Kaufoption auf Grundstücke im Gebiet Rothneusiedl eingeräumt. Auf diesen plant der Austria-Mäzen ein neues Fußball-Stadion mit 31.000 Sitzplätzen. Sein Vorkaufsrecht kann Stronach bis 2015 ausüben. Offiziell über das Vorhaben abstimmen wird der Wiener Gemeinderat am 2. März.

Nach der Bewertung eines Immobilien-Sachverständigen soll der Austro-Kanadier 120 Euro pro Quadratmeter für die Fläche zahlen, auf der das Stadion inklusive Parkplätzen errichtet wird. Für den Bereich, auf dem ein Einkaufszentrum projektiert ist, sind dagegen 350 Euro zu bezahlen, 180 Euro für Objekte mit sonstiger Nutzung. Das Vorhaben im Süden Wiens umfasst neben dem Stadion und dem Einkaufszentrum auch die neue U-Bahn-Station Rothneusiedl für die U1 und eine Park&Ride-Anlage. Nach derzeitigem Stand soll die neue Arena 2011 in Betrieb gehen.

SPÖ-Gemeinderat Kurt Stürzenbecher unterstrich, dass die Grundstückspreise auf Grund der Bewertung des Sachverständigen zu Stande gekommen seien. Die Länge der Kaufoption bis 2015 verteidigte er damit, dass auch nach dem Beschluss im Gemeinderat noch zahlreiche rechtliche Schritte erfolgen müssten.

Die Wiener ÖVP lehnte das Vorhaben im Ausschuss ab und sprach von "Husch-Pfusch-Aktion" und "Freunderlwirtschaft". Auch die Grünen sprachen sich gegen die Vorschläge aus. Kritisiert wurde, dass Stronach die Kaufoption gratis erhalte. Außerdem seien die genannten Beträge "Freundschaftspreise".

Anders sieht das die FPÖ. Die Freiheitlichen stimmten der Kaufoption für Stronach zu. Die Grundstückspreise seien marktüblich und man sehe das Projekt grundsätzlich als Gewinn für die Region.

(apa/red)