Fünfter BSE-Fall in Österreich: Erkranktes Rindvieh wurde in Osttirol positiv getestet

Rauch-Kallat beruhigt: Keine Gefahr für Konsumenten Nikolsdorf: Weitere Kühe müssen getötet werden

In Österreich ist ein fünfter BSE-Fall aufgetreten. Dabei handelt es sich um eine Kuh in Osttirol, die positiv getestet wurde, wie Agrarlandesrat Anton Steixner mitteilte. Bei der Erkrankung handelt es sich um den ersten BSE-Fall in Tirol. Alle Vorsorgemaßnahmen wurden umgehend getroffen, der Betrieb vorläufig gesperrt.

Betroffen ist eine 1993 geborene Kuh aus eigener Nachzucht in einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Osttiroler Gemeinde Nikolsdorf. Die Kuh ist den Angaben nach im Betrieb verendet ohne vorher Symptome zu zeigen, die auf BSE hingedeutet hätten.

Steixner und Gesundheitsministerin Rauch Kallat betonten, der BSE- Fall zeige, dass die Kontrollsysteme funktionieren würden. Für die Konsumenten habe zu keiner Zeit auch nur ein Gefahrenmoment bestanden.

Seit 1. Jänner 2001 würden in Österreich alle Rinder über 30 Monate lückenlos auf BSE getestet. Jährlich würden in Tirol rund 6.000 Rinder auf BSE untersucht. Das Land Tirol wende dafür 1.270.000 Euro pro Jahr auf. Österreichweit seien seit Dezember 2000 fast 1,2 Mio. Tests durchgeführt worden.

Auf dem betroffenen Betrieb mit 49 Rindern sei ausschließlich eigenes sowie Futter von heimischen Anbietern verfüttert worden. Gekeult würden nun alle Rinder, die zwölf Monate vor und nach der Geburt des betroffenen Tieres am Betrieb geboren wurden. Von der Schlachtung seien in Nikolsdorf vier Rinder betroffen.

(apa)