Fünfjährige in St. Pölten mit Bügeleisen verletzt: 19-Jähriger steht unter Verdacht

6-jährige Schwester des Opfers hat blauen Flecken Betreuerinnen im Kindergarten fiel Verband auf

Ein 19-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten steht unter Verdacht, eine Fünfjährige mit einem Dampfbügeleisen verletzt zu haben. Dies teilte Franz Wendler, Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung der NÖ Sicherheitsdirektion mit. Auch die sechs Jahre alte Schwester des vermutlichen Opfers wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Sie soll blaue Flecken aufgewiesen haben, die womöglich von Misshandlungen stammen.

Die beiden Kinder, wie ein weiteres Mächen im Alter von drei Jahren, wurden vorerst in Obhut der Behörden genommen. Der Verdächtige wies die Anschuldigungen zurück und sprach im Zusammenhang mit den Verletzungen der Fünfjährigen von einem Unfall. Der 19-Jährige wurde angezeigt. Er befand sich vorerst auf freiem Fuß, die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die 25-jährige Kindesmutter und ihr Lebensgefährte seien womöglich "überfordert" gewesen, so Wendler.

Betreuerinnen im Kindergarten sei bei der Fünfjährigen ein Verband am Oberschenkel aufgefallen, hieß es in der St. Pöltner Lokalausgabe der Niederösterreichischen Nachrichten ("NÖN"). Das Mädchen wie ihre beiden Schwestern im Alter von drei und sechs Jahren seien ins Krankenhaus der niederösterreichischen Landeshauptstadt gebracht worden. Dort seien auch bei der Sechsjährigen Verletzungen bemerkt worden.

Einer Ausfolge der Kinder an die Mutter sei dann "nicht zugestimmt worden", erläuterte Wendler. "Solange nicht geklärt ist, ob es sich um einen Unfall oder Misshandlung handelt", würden die Mädchen in Obhut der Behörden bleiben, bestätigte Josef Kronister, zuständiger Bezirkshauptmann, der APA entsprechende Aussagen in den "NÖN".

Bisher habe es bei der 25-Jährigen und ihrem Partner "keine Vorfälle" gegeben, so Kronister zur APA. Aufgrund widersprüchlicher Angaben zu den Verletzungen der Kinder sei aber "rasch reagiert" worden, so der Bezirkshauptmann. Die 25-Jährige lebt vom leiblichen Kindesvater getrennt.

(apa/red)