Fünfjährige Krise in Autoindustrie erwartet: Gefahr von Unternehmenspleiten nimmt zu

Sinkende Umsätze Hauptursache für langjährige Krise GM, Ford & Chrysler fuhren zu lange falsche Strategie

Fünfjährige Krise in Autoindustrie erwartet: Gefahr von Unternehmenspleiten nimmt zu © Bild: Reuters/Kessler

Die Krise der Autoindustrie wird einer Umfrage zufolge mehrere Jahre dauern. Knapp die Hälfte der von der Unternehmensberatung KPMG befragten Spitzenmanager von Autoherstellern und Zulieferern erwartet, dass Umsätze und Gewinne bis 2013 unter Druck bleiben werden. Dadurch nehme die Gefahr von Unternehmenspleiten zu.

Die Zahl der Manager, die Insolvenzen befürchteten, habe sich gegenüber dem Vorjahr auf 77 Prozent mehr als verdoppelt, teilte KPMG am Donnerstag mit. Besonders pessimistisch seien große Systemlieferanten.

Hauptursache sinkende Umsätze
Als Hauptursache für ihre Befürchtungen geben neun von zehn Managern sinkende Umsätze an. Als weitere Gründe werden in der Studie zu hohe Kosten, Schulden und Pensionslasten genannt.

Die US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler sind in Schieflage geraten, weil sie den Trend zu kleineren Autos verschlafen und zu lange auf große Spritschlucker gesetzt haben. Hinzu kam die Finanz- und Wirtschaftskrise, so dass die Autoverkäufe in den USA 2008 so stark zurückgingen wie seit der Ölkrise 1974 nicht mehr.

GM und Chrysler mussten deshalb mit Milliardenzahlungen des US-Staats vor dem Aus gerettet werden. Für die Entwicklung neuer Modelle fehlt den angeschlagenen Industriedinosauriern das Geld. Ihnen fehlen vor allem attraktive Kleinwagen mit Spritspartechnik. (apa/red)