Fünf Parteien rittern um Salzburgs Krone:
SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und erstmals das BZÖ

Gabi Burgstaller möchte Führung im Land verteidigen Landtagswahl 09: KPÖ tritt nur in der Hauptstadt an

Fünf Parteien rittern um Salzburgs Krone:
SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und erstmals das BZÖ © Bild: APA/Neumayr

Bei der Landtagswahl am 1. März treten in Salzburg fünf Parteien an: Neben der SPÖ, ÖVP, FPÖ und den Grünen buhlt erstmals das BZÖ um die Gunst der Wähler und hofft, auf Anhieb den Einzug in das Landesparlament im Chiemseehof zu schaffen. Bei der Landeswahlbehörde sind nur diese Wahlvorschläge eingegangen. Die KPÖ, die zum letzten Mal bei den Landtagswahlen 1989 antrat, wird nur in der Stadt Salzburg kandidieren.

Bei den Landtagswahlen gibt es sechs Wahlkreise, die mit den politischen Bezirken identisch sind: Die Bezirke Zell am See (Pinzgau), St. Johann (Pongau), Hallein (Tennengau), Tamsweg (Lungau), Salzburg-Umgebung (Flachgau) und die Stadt Salzburg. Um bei den Landtagswahlen kandidieren zu können, mussten pro Bezirk 100 Unterstützungserklärungen gesammelt werden. Dafür waren für das Bundesland Salzburg insgesamt 600 Unterschriften notwendig.

Insgesamt gibt es 36 Mandate für den Landtag zu verteilen. Seit den Landtagswahlen am 7. März ist die SPÖ mit 17 Abgeordneten, die ÖVP mit 14, die Freiheitlichen mit drei und die Grünen mit zwei Abgeordneten im Landesparlament vertreten.

Burgstaller als "Platzhirsch"
Die SPÖ unter Spitzenkandidatin LH Gabi Burgstaller (45) möchte die Führung im Lande verteidigen, die sie 2004 mit einem fulminanten Sieg errungen hat. Die ÖVP mit LHStv. Wilfried Haslauer (52), der heuer zu ersten Mal antritt, möchte die Vorrangstellung wieder zurückgewinnen. Die Freiheitlichen rechnen wieder mit einem Hoch und einen kräftigen Zuwachs an Stimmen: "Aus jedem Bezirk einen Abgeordneten wäre schön", so FP-Landesparteiobmann Karl Schnell (54). Die Grünen mit Cyriak Schwaighofer (58) möchten ein drittes Mandat und somit wieder Klubstärke erreichen. Das BZÖ, das nach der Trennung der Freiheitlichen erstmals für den Landtag kandidiert, schickt Bündniskoordinator Markus Fauland (41) ins Rennen.

In ihren Bemühungen um eine Kandidatur gescheitert sind in Salzburg - ebenso wie in Kärnten - Die Christen. 2008 hatten sie bei der Tiroler und NÖ-Landtagswahl sowie bei der Nationalratswahl noch genügend Unterschriften für ein Antreten zusammenbekommen. Vom Einzug in die Parlamente blieben sie bei allen Wahlen aber weit entfernt.

(apa/red)