Führungswechsel traf Partei unvorbereitet:
Die Grünen auf der Suche nach sich selbst

NEWS: :"Man weiß nicht, wo die Grünen stehen" Holub: "Unser Durchhänger ist kein Geheimnis"

 Führungswechsel traf Partei unvorbereitet:
Die Grünen auf der Suche nach sich selbst © Bild: APA/Fohringer

Es sieht nicht gut aus für die Grünen: Umfragen prophezeien ein dickes Minus bei der EU-Wahl. Und bei der Nationalratswahl und den Landtagswahlen in Tirol, Salzburg und Kärnten konnten sie ihre Wähler nicht halten. Dazu kommt, dass der überraschende Rücktritt von Langzeit-Parteichef und Sympathieträger Alexander Van der Bellen die Partei unvorbereitet traf. Eva Glawischnig, mittlerweile im siebenten Monat schwanger, musste prompt übernehmen.

Die Grünen tun sich immer schwerer, mit ihren Themen öffentlich wahrgenommen zu werden, der EU-Wahlkampf kam nicht auf Touren. Weit mehr Aufmerksamkeit erregten innerparteiliche Konflikte wie jener um die EU-Kandidatenliste. "Von der EU-Wahl ist außer dem Streit mit Johannes Voggenhuber nicht viel übrig geblieben. Man weiß nicht wirklich, wofür die Grünen stehen", so der Befund von PR-Guru Wolfgang Rosam.

"Im Schatten von VdB ausgeruht"
"Es ist kein Geheimnis, dass wir einen Durchhänger haben", gibt Rolf Holub, Chef der Kärntner Grünen, offen zu. "Der Wechsel war nicht so vorbereitet, wie ich mir das gewünscht habe." Jetzt müssten sich die Grünen erst einmal von dem Schock erholen: "Wir haben uns zu lange im Schatten von Alexander Van der Bellen ausgeruht." Aus Sicht des PR-Profis Rosam sammeln sich die Grünen aber zu langsam: "Eva Glawischnig muss sich rasch als Nummer eins bewähren. Die Wähler kennen keine Schonfrist."

Herbert Dachs, Politik-Professor an der Universität Salzburg, sieht ein weiteres Problem: "Van der Bellen hat zwischen den verschiedenen Strömungen in der Partei offenbar eine integrative Rolle gespielt." Alle hätten auf ihn geschaut, dadurch sei der Zustand der Partei aus dem Sichtfeld geraten.

Hanna Simons

Wie Ulrike Lunacek gegen das Grünen-Wahldebakel ankämpft, erfahren Sie im NEWS 23/09

Kommentare

Kopf- und fühungslos Die Grünen haben derzeit weder inhaltlich noch personell irgend etwas zu bieten. Frau Glawischnig hat die Partei sowieso nicht im Griff. Und außer Glawischnig hat die Partei kein Personal. Lunacek konnte im Europawahlkampf keine Themen setzen. Das Ganze ist also nicht wählbar!

Eva Glawischnig Moment mal ... seh ich da auf dem Foto Solarium Bräune?
Aber Frau Glawischnig, das ist doch ungesunde Strahlung
bzw. Energieverschwendung! Wie kann man das als Öko
Grüner, der ja gegen alles "unnatürliche" ist in Anspruch
nehmen?

Also das seh ich als totalen Widerspruch, aber das muss
jeder für sich selbst entscheiden.


Meine Meinung!

Die Grünen? Ach das ist eine Partei? Warum hat mir das denn keiner
gesagt;)) Die haben keine Struktur, ständig nur Ideen,
die man teilweise gar nicht umsetzen könnte und außer
Träume und Wünsche, seh ich das aber absolut gar nichts!

Man könnte auch hier sehr viele Gehälter einsparen, wenn
man diesen "Verein" auflösen würde. Da hätte man dann
noch mehr Geld übrig, dass man dann den EU Politikern
nach Brüssel schicken könnte, weil Österreich braucht ja
in einer Krise kein Geld ... wir habens ja;)


Meine Meinung!

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