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VKI kritisiert Online-Wettanbieter

Trügerischer Willkommensbonus - Förderung der Suchtgefahr - keine Empfehlung

Bwin-Bandenwerbung © Bild: GEPA pictures/ Witters/ Matthias Hangst

Der Verein für Konsumenteninformation hat kurz vor der WM 2014 in Brasilien die Fußball-Onlinewettanbieter unter die Lupe genommen und dabei gleich zu Beginn eine überraschende Erkenntnis gewonnen, wie VKI-Geschäftsführer Franz Floss am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien schilderte: Sportwetten unterliegen nicht der strengen Glücksspielregelung, sondern gelten als "Geschicklichkeitsspiel".

Auch sonst fanden die Konsumentenschützer einige Kritikpunkte bei den fünf Anbietern, bei denen sie heimlich Versuchskonten eröffnet hatten. Der Willkommensbonus, mit denen Kunden angelockt werden sollen, wird nur ausbezahlt, wenn man das X-fache gewettet hat - und das bei riskanten Quoten. Von einem Guthaben von 230 Euro blieben deshalb lediglich 40 Cent übrig, berichtete der glücklose Projektleiter Walter Hager.

Ebenfalls bedenklich: Bei der Anmeldung werden Alter und Identität nicht geprüft, bei einer Auszahlung hingegen sehr wohl. Ein Wettkonto zu löschen, wird zumeist nicht leicht gemacht. Lediglich "admiralbet" bietet dafür einen eigenen Button.