Fakten von

Brexit-Hardliner legen doch keinen "Plan B" vor

Kritiker der Premierministerin hatten alternativen Plan in Umlauf gebracht

In Großbritannien wollen die Euroskeptiker der konservativen Partei einem Medienbericht zufolge nun doch keinen alternativen Plan für die künftige Beziehung zur Europäischen Union vorlegen. Das berichtete die "Financial Times" am Dienstag.

Man habe sich umentschieden, sagte der Tory-Abgeordnete Jacob Rees-Mogg, der zu den schärfsten Brexit-Hardlinern gehört und die Arbeit an dem alternativen Plan leitete, am Dienstag. Das vollständige Dokument solle nun nicht veröffentlicht werden. Kritiker der Brexit-Strategie von Premierministerin Theresa May innerhalb ihrer Partei hatten vergangene Woche einen 140-Seiten starken Entwurf für einen Plan B in Umlauf gebracht.

May steht wegen ihrer Brexit-Strategie in ihrer Partei im Kreuzfeuer. Sie will für Waren eine Freihandelszone mit der EU schaffen und einen Teil der gemeinsamen Regeln beibehalten. Viele Brexit-Befürworter verlangen dagegen einen klaren Schnitt nach dem Austritt aus der EU und sehen Mays Kurs als Verrat an. Großbritannien will die EU am 29. März 2019 verlassen.

Kommentare