Frühjahrsputz auf dem Computer angesagt:
Reinemachen, updaten und neu schützen

PLUS: Welche Anti-Viren-Software die Nase vorn hat FORMAT: Tipps für das Säubern der eigenen Harddisk

Frühjahrsputz auf dem Computer angesagt:
Reinemachen, updaten und neu schützen © Bild: Attingo

Die ideale Zeit für einen Frühjahrsputz am Rechner sind die ersten Wochen des Jahres. Bevor die 2008er-Ordner angelegt und die Kontaktlisten durchforstet werden, sollte die Festplatte ordentlich durchgeputzt sein. Im Laufe eines Jahres sammelt sich einiges an virtuellem Mist an, der von selten genutzten Programmen bis zu unerwünschten Schädlingen reicht, die sich unbemerkt im System eingenistet haben und Rechnerkapazität abschöpfen und anderes mehr.

Bevor es ans Reinemachen geht, sollte unbedingt ein Backup gemacht und die Dateien auf der zweiten oder externen Festplatte gelagert werden. Benutzer von Windows-Betriebssystemen haben schon einen Gutteil der Arbeit hinter sich und werden sich wundern, um wie viel der Rechner nach einer zusätzlichen Defragmentierung der Festplatte schneller arbeitet. Je nach Umfang der Daten kann das Prozedere aber schon einen Nachmittag verschlingen und sollte nach der Säuberung in jedem Fall mit einem erneuten Backup abgeschlossen werden. Für Privatnutzer bietet sich zudem an, das eigene System von einem Online-Virenscanner durchchecken zu lassen. Das bieten alle gängigen Hersteller kostenlos über ihre Websites an.

Und nach dem Großputz heißt es 2008 noch vorsichtiger sein: Schon das Internet-Browsen kann gefährlich sein. Experten sprechen vom sogenannten "Drive by Download". Virenprogramme schleusen Schadprogramme auf Websites und Werbebannern ein, und das leider nicht mehr nur auf Sexseiten. "Fast ein Fünftel der Schadcodes wird über Browser-Schwachstellen eingeschleppt", benennt Candid Wüest von Symantec das Problem. Halbwegs verlässlichen Schutz bietet nur das Einspielen der regelmäßigen Browser-Updates.

Aufpassen sollten Nutzer auch beim Social Networking, denn nach der großen Phishing-Welle haben sich die Jäger von Online-Identitäten auf das sogenannte Pharming verlagert und sprechen ihre Opfer immer gezielter mit immer perfideren Mails an. Beliebte Quelle für persönliche Informationen sind Web-2.0-Portale, wo viele Nutzer zu offen sind.

Das Katz- und-Maus-Spiel zwischen Virenschreibern und -jägern gewinnt an Dynamik, und in puncto passende Abwehrsoftware sollte die Wahl auf getestete Produkte fallen. Andreas Clement und seine Kollegen von AV-comparatives testen laufend die neuen Pakete der Hersteller und haben im Jahr 2007 mit ESET NOD 32 auch einen eindeutigen Testsieger benannt. Die anderen Anbieter sind durchwegs im Spitzenfeld und empfehlenswert, wenngleich sie ihre Stärken in unterschiedlichen Gebieten (proaktive Erkennung, Geschwindigkeit etc.) haben.

Wie viel die Schutzarbeit an Systemkapazität frisst, sollte allerdings beachtet werden. Für Privatnutzer sind sogenannten Single-Engine-Produkte besser, da sie das System weniger auslasten. Wär ja blöd, wenn das Sichern der PC-Festung die durch das Saubermachen mühsam erkämpfte Geschwindigkeit wieder drosseln würde.

Den kompletten Beitrag können Sie im FORMAT Nr. 03/08 nachlesen!