Früher Winter lässt einfach nicht locker:
Bis zu 90 Zentimeter Schnee auf den Bergen

Winter auch in unseren Skigebieten angekommen Föhn-Einbruch sorgt für wärmere Temperaturen

Früher Winter lässt einfach nicht locker:
Bis zu 90 Zentimeter Schnee auf den Bergen © Bild: APA/Stiplovsek

Der frühe Winter lässt nicht locker: Bis zum Wochenende bleibt es laut der Prognose der ZAMG kalt mit Niederschlägen, erst dann wird das Wetter besser. Auch in Österreichs Skigebieten ist der Winter schon angekommen. Die Schneedecken auf den Salzburger Bergen sind teilweise bis zu 90 Zentimeter hoch. Der frühe Wintereinbruch ließ so manchen Liftbetreiber über einen verfrühten Saisonstart nachdenken. Die ZAMG Salzburg rät davon jedoch ab. Denn Mitte kommender Woche wird ein Föhn-Einbruch erwartet, und dann ist die weiße Pracht schnell wieder dahin.

Bis zu 90 Zentimeter dick ist die Schneeschicht in Salzburgs Skigebieten, zehn davon waren seit gestern dazu gekommen. Bescheiden hingegen startete der Winter in den Niederungen: In Krimml betrug die Schneedecke gerade acht Zentimeter, in Badgastein sieben und in St. Johann im Pongau nur zwei.

Föhn-Einbruch Mitte nächster Woche
In den nächsten Tagen wird es noch einmal kräftige Niederschläge geben, die oberhalb von rund 800 Meter wieder als Schnee fallen werden, so Riedl. Weitere 30 bis 40 Zentimeter Schnee erwartet die Meteorologin. Doch Mitte nächster Woche kommt Föhn, und dann werde es auch in 3.000 Meter etwa plus vier Grad "warm". Deshalb mache es derzeit nur für die Gletscher-Skigebiete schon Sinn, den Liftbetrieb zu starten. Denn unterhalb von rund 2.000 Meter sei der Schnee bald wieder geschmolzen.

Auch in der Steiermark hat sich die Wettersituation beruhigt. Gesperrt ist der Sölkpass zwischen Mur- und Ennstal. Die 1.788 Meter hohe Passhöhe wird bis zum Frühjahr wohl nicht mehr für den Verkehr geöffnet. Auf einigen obersteirischen Bergstraßen herrschte für Lkw Kettenpflicht. Auch in Niederösterreich ist noch etwas Neuschnee dazugekommen. Am intensivsten war der Schneefall im Mostviertel im Raum Gaming und Lilienfeld, wo bis zu zehn Zentimeter fielen. In Tirol schneite es seit den frühen Morgenstunden leicht. Experten des Lawinenwarndienstes hatten zum ersten Mal in dieser Saison auf die Gefahr von Gleitschneelawinen hingewiesen.

Wochenende noch kalt und regnerisch
Samstag und Sonntag bleibt der Himmel entlang der Alpennordseite sowie im Norden und Osten meist wolkenverhangen. Tagsüber erwärmt sich die Luft auf höchstens zwei bis neun Grad, mit den höheren Werten südlich des Alpenhauptkammes. Bereits Montag bessert sich das Wetter: Es soll weitgehend trocken und oft auch sonnig werden. In der Früh erreichen die Temperaturen zwischen minus fünf und plus ein Grad, tagsüber sieben bis elf Grad. Am Dienstag bleibt es in den Niederungen teilweise länger nebelig trüb, sonst überwiegt vielfach sonniges, freundliches Wetter. Die höchsten Temperaturen liegen am Nachmittag zwischen neun und 15 Grad. (apa/red)