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Wintereinbruch - Frostschäden von über 50 Mio. Euro in Landwirtschaft

Schwere Frostschäden in Steiermark, Kärnten und Südburgenland - 12.000 Hektar betroffen

Die Minustemperaturen in den frühen Morgenstunden am Freitag haben in der Steiermark, Kärnten und im Südburgenland zu schweren Frostschäden in der Landwirtschaft geführt. Punktuell kam es auch zu Schäden in Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg. Die Hagelversicherung schätzt nach ersten Erhebungen den Gesamtschaden auf über 50 Millionen Euro.

"Vom Frost schwer beschädigt wurden vor allem Obst- und Weinkulturen, aber auch Spezialkulturen wie Baumschulen und Spargel. Betroffen sind insgesamt mehr als 12.000 Hektar", berichtete Hagelversicherungs-Chef Kurt Weinberger am Freitag in einer Aussendung.

Die Temperaturen sanken Freitagfrüh in den landwirtschaftlichen Gegenden auf bis zu minus sechs Grad Celsius. Das volle Schadensausmaß kann laut Hagelversicherung aber erst in einigen Tagen genau festgestellt werden. Durch den Klimawandel beginnt die Vegetationsperiode zunehmend früher und junge Triebe und Pflanzen sind dann bei Spätfrost besonders gefährdet. Der Vegetationsbeginn startete heuer in Österreich durch den sehr warmen März mit Rekordtemperaturen um durchschnittlich 14 Tage früher.

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