Frostige Temperaturen: Mindestens
vier Tote bei Kältewelle in Südafrika

Strengster Winter seit Jahren - Lawinengefahr

Eine Kältewelle in Südafrika hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Weite Teile des Landes leiden unter dem strengsten Winter seit Jahren, wie der Wetterdienst am Mittwoch mitteilte. Mehrere Gebirgsstraßen im Landesinneren wurden wegen heftigen Schneefalls, Regens und Lawinengefahr gesperrt. Auch eine Grenzstation zum benachbarten Lesotho wurde geschlossen.

Vor allem im Osten und Süden des Landes führten sintflutartige Regenfälle zu Überschwemmungen, zahlreiche Häuser standen unter Wasser. Die Bewohner suchten in öffentlichen Gebäuden Zuflucht, wie die Polizei mitteilte. Der Flughafen des Küstenortes George wurde am Dienstag vorübergehend geschlossen, 24 Flügen fielen aus. Im Bahnverkehr kam es zu bis zu 14-stündigen Verzögerungen.

Ebenfalls in George kamen am Dienstag zwei Männer und zwei Kinder ums Leben, als ihr Auto von den Wassermassen von einer Brücke gerissen wurde. Die Polizei suchte nach einem mutmaßlichen fünften Opfer. In der nördlichen Stadt Dullstroom wurden während eines heftigen Sturms mindestens sechs Menschen verletzt. Strommasten wurden umgerissen und Dächer abgedeckt. Die Meteorologen untersuchten, ob es sich möglicherweise um einen Tornado handelte. Es wurde erwartet, dass die eisige Kälte noch bis mindestens Donnerstag anhalten wird.

(apa)