Frist für BAWAG-Anbote vorbei: Von Österreichs Banken nur Raiffeisen im Spiel

Im Oktober folgt Einladung zu verbindlichen Offerten Bank Austria raus: Unüberwindliches Kartellproblem

Die erste Runde im Bieterrennen um die angeschlagene Gewerkschaftsbank BAWAG P.S.K. ist zu Ende gegangen. Unverbindliche Angebote waren an das vom Bank-Eigentümer ÖGB mit der Käufersuche beauftragte Investmenthaus Morgan Stanley abzugeben. Nachzügler werden aber noch berücksichtigt. Dass ein heimischer Bieter zum Zug kommt, scheint unwahrscheinlich.

In den nächsten drei bis vier Wochen sollen die Preisindikationen geprüft und die Konzepte verglichen werden. Aus dem Kreis der unverbindlichen Bieter wird dann der Kreis jener Interessenten gewählt, die einen Blick in die vertraulichen Bücher der Bank machen dürfen. Das dürften etwas mehr als eine Handvoll Interessenten sein. Aus dem Kreis der Bestbieter der in ein paar Wochen folgenden verbindlichen Angebotsrunde wird dann der Sieger ermittelt - allenfalls nach einer weiteren Nachbesserungsrunde.

Von den Großbanken in Österreich ist tatsächlich nur Raiffeisen im Spiel geblieben. Die zur italienischen UniCredit gehörende Bank Austria Creditanstalt als größte Bank im Land hat am Freitag abgewunken. Hauptgrund: ein unüberwindliches Kartellproblem. Davor hatten bereits Erste Bank, Wiener Städtische und Volksbanken abgesagt.

Vor allem große ausländische Banken sind im Kreis der Bieter für die BAWAG. Allen voran wie erwartet die Bayerische Landesbank, die schon einmal jahrelang Aktionärin der BAWAG gewesen war und seit dem Rückkauf der Anteile durch den ÖGB immer noch auf die Rückzahlung eines Kredits dafür wartet. Auch andere Kreditinstitute sollen auf der Liste sein. Abgewunken hat laut "Presse"-Informationen heute die ungarische OTP.
(apa/red)