Freundliches Klima: Spanier loben vor Finale die gute Match-Vorbereitung in Tirol

Seleccion gastierte während der EURO im Stubaital Finale wird Match zweier unterschiedlicher Teams

Freundliches Klima: Spanier loben vor Finale die gute Match-Vorbereitung in Tirol © Bild: Reuters/Ordonez

Spanien steht im Finale der EURO 2008 gegen Deutschland. Dass die "seleccion" erstmals seit 24 Jahren wieder so weit gekommen ist, das ist auch der Ruhe in Neustift im Stubaital zu verdanken, wo die Spanier vor drei Wochen ihr "EURO-Camp" aufgeschlagen hatten. "An die Zeit in diesem kleinen Dorf werden wir uns unser ganzes Leben erinnern", meinte Spaniens Keeper Iker Casillas.

"Wir wurden dort phänomenal aufgenommen", lobte der Real-Tormann die Gastfreundschaft in Tirol, "allen Kollegen ist es dort sehr gut gegangen. Auch unseren Familien. Das Dorf hat mit der spanischen Mannschaft mitgefiebert. Es war einmal eine andere Art, sich auf eine Endrunde einer solchen Veranstaltung vorzubereiten. Dass es uns dort so gut gegangen ist, hat einen großen Anteil daran, dass wir so weit gekommen ist."

Vor seinem ersten Finale im Dress der Nationalmannschaft spürte Casillas etwas mehr Nervosität als vor anderen Endspielen, etwa in der Champions League mit Real Madrid. "Es ist etwas anderes, ob du mit dem Club oder Spanien spielst. Dieses Turnier gibt es nur alle vier Jahre. Da kommt man schwer in ein Finale. Und man hat nicht nur die Verantwortung für das Team, sondern auch für 40 Millionen Menschen."

"Sehr unterschiedliche Mannschaften"
Allerdings habe so ein Finale auch immer eine schlechte Seite: "Wenn du verlierst, zählt der harte Weg, den du bis dahin zurückgelegt hast, gar nichts mehr." Das Finale werde "ein Spiel von sehr unterschiedlichen Mannschaften", erklärte Casillas. "Wir kennen die Waffen von Spanien, wir spielen mehr mit dem Ball. Aber wir haben die Deutschen gut studiert, jeder hat seine Spezialität. Wir müssen vor allem bei Standardsituationen aufpassen."

Carles Puyol wiederum lobte den Anteil von Trainer Luis Aragones am Finaleinzug. "Wir haben auch schwere Momente durchgestanden, aber er hat uns zusammengeschweißt. Wir verdanken dem Mister sehr viel."

Senna "zu hundert Prozent Spanier"
Mittelfeldspieler Marcos Senna, ein gebürtiger Brasilianer, stellte am Vorabend des Finales klar, dass er zu "hundert Prozent" Spanier sein werde. "An sich fühle ich mich nicht mehr als Spanier als als Brasilianer. Aber jetzt denke ich nur an Spanien, an Brasilien kann ich später dann viel denken. Es ist eine Ehre für mich, hier für Spanien Geschichte schreiben zu können." Deutschland werde man noch genau analysieren, so Senna: "Aber wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren."

(apa/red)

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