Freundliche Lösung gesucht : MAN zieht sein Offert für schwedische Scania zurück!

Nun folgen Gespräche mit Volkswagen Heavy Trucks

Der deutsche Nutzfahrzeuge- und Maschinenbaukonzern MAN zieht sein milliardenschweres Übernahmeangebot für den schwedischen Konkurrenten Scania zurück. Die Kombination mit Scania könne nicht mit dem gegenwärtigen MAN-Angebot erreicht werden, erklärte MAN. Im Laufe des Jahres sollen Gespräche über eine "freundliche Kombination" von MAN, Scania und Volkswagen Heavy Trucks geführt werden.

Gespräche mit den Scania-Aktionären Volkswagen und Investor hätten gezeigt, dass eine industrielle Logik in einem Zusammenschluss zwischen MAN, Scania und dem Geschäft mit schweren Lastwagen von VW gesehen werde, hieß es. Diese Kombination könne aber nicht mit dem gegenwärtigen Angebot für Scania erreicht werden, das am 31. Januar 2007 ausläuft, verlautete seitens des Unternehmens in München. Man werde daher die Zustimmung der schwedischen Börsenaufsicht zur Rücknahme des Angebotes erbitten.

Im Laufe dieses Jahres strebe MAN daher nun Gespräche über eine freundliche Kombination von MAN, Scania und Volkswagen Heavy Trucks an. Scania-Großaktionär Investor begrüßte die Rücknahme der Offerte, die weder den Wert nach das Potenzial von Scania reflektiert habe.

Der Münchener Nutzfahrzeughersteller, der auch in Österreich (Wien, Steyr) produziert, hatte ein Angebot über 10,3 Mrd. Euro für Scania abgegeben und war damit auf erbitterten Widerstand bei dem schwedischen Konkurrenten sowie dessen zweitgrößtem Aktionär Investor gestoßen. Zuletzt hatte auch Scania-Aktionär Volkswagen, der auch an MAN beteiligt ist, die Offerte abgelehnt. (APA)