Freude bei Red Bull: Coulthard holt vor den Augen von Mateschitz die ersten WM-Punkte

Spanien: Schotte sorgt als Fünfter für Erfolgserlebnis PLUS: Alex Wurz hinkt Teamkollegen weiter hinterher

Für Red Bull Racing hat es im Grand Prix von Spanien endlich die ersten Punkte der Saison 2007 gegeben. David Coulthard, mit 36 Jahren ältester Pilot im Feld, brachte vor den Augen von Firmenchef Dietrich Mateschitz als Fünfter gleich vier Zähler ins Trockene. Weniger zu lachen hatte hingegen Alexander Wurz, der nach Platz 18 im Qualifying bereits in der ersten Runde ausschied und gegenüber seinem Williams-Teamkollegen Nico Rosberg (Rang sechs) derzeit deutlich im Hintertreffen liegt.

Beinahe hätte Coulthard im Finish die Hoffnung auf WM-Punkte für Red Bull noch begraben müssen. "Ich habe meinen dritten Gang verloren und dachte schon, dass ich aufgeben muss. Ich fuhr das Rennende nur noch mit dem vierten oder einem höheren Gang", schilderte der Schotte und verwies auf die gewaltige Leistungssteigerung des ersten Red-Bull-Autos von Stardesigner Adrian Newey: "Wir haben uns seit Jahresbeginn am meisten von allen Teams verbessert."

Von Teamchef Christian Horner gab es für die Meisterleistung Coulthards Extralob. "David war mustergültig. Er hatte einen guten Speed, einen guten Start und eine gute Strategie. In den letzten drei Runden hatten wir große Sorge, aber David hat den fünften Platz mit all seiner Erfahrung nach Hause gebracht."

Nackte Zahlen sprechen gegen Wurz
Im Williams-Team sprechen die Zahlen derzeit eine deutliche Sprache. Rosberg hat fünf Punkte auf dem Konto, Wurz noch keinen. Und auch in den Qualifying-Duellen führt der Deutsche glatt 4:0. "Im Augenblick ist er stärker", gestand Wurz, fügte jedoch hinzu: "Aber das ist nur eine Momentaufnahme. Nico legt mir die Latte sehr hoch, aber das ist ein guter Ansporn für mich."

Dass es Druck seitens der Teamspitze geben könnte, wischt Wurz vom Tisch: "Williams weiß ganz genau, was ich für das Team leiste." Denn nicht nur bei Williams, sondern im gesamten Fahrerlager weiß man, welch technisches Verständnis und Wissen der langjährige McLaren-Testpilot mit sich bringt. Für das kommende Rennen in seiner Wahl-Heimat kündigte der 33-Jährige an: "In Monaco kann man mit mir rechnen."

(apa/red)