Freude bei Feuerwehren in Australien:
Schnee im Sommer als Weihnachtsgeschenk

Weiße Pracht deckt brennende Wälder zu

Im Kampf gegen die verheerenden Buschbrände in Australien hat die Feuerwehr ein passendes Weihnachtsgeschenk erhalten: Die brennenden Wälder verschwanden unter einer leichten Schneedecke. "Ich habe die Wetterberichte nicht glauben wollen, bis ich es dann mit eigenen Augen sah", sagte Paul Koenig von der freiwilligen Feuerwehr.

Die Flammen im Südosten des Landes hatten in den vergangenen Wochen mehr als 870.000 Hektar verbrannt. Über 4.000 Feuerwehrleute waren zeitweise im Einsatz, mit Verstärkung aus Neuseeland und vom Militär. Die Kaltfront könnte die Brände bis Ende der Woche löschen, sagte der Meteorologe Scott Williams.

In Australien ist jetzt eigentlich Hochsommer, aber die Metropole Melbourne erlebte ihr kältestes Weihnachten seit 70 Jahren. 16 Grad wurden gemessen. Der bisher kälteste Weihnachtstag war 1935 mit 15,9 Grad. Es stürmte mit heftigen Niederschlägen, Dachpfannen wurden losgerissen und Keller überschwemmt. In der Nähe von Hobart auf der Insel Tasmanien lieferten sich Kinder Schneeballschlachten. Auf dem Berg Weillington lagen auf einer Höhe von 800 bis 900 Metern fünf Zentimeter Schnee. In Hobart wurden 14 Grad gemessen, etwas mehr als am kältesten je registrierten Weihnachtstag 1984.

(apa/red)