Frequency-Festival: Rote Kreuz zählte beim Rockspektakel in Salzburg 1.729 Einsätze

Polizei streut Rosen: "Es war ein friedliches Fest"

Frequency-Festival: Rote Kreuz zählte beim Rockspektakel in Salzburg 1.729 Einsätze

Eine positive Einsatz-Bilanz haben Rotes Kreuz und Polizei nach Ende des dreitägigen Frequency-Festivals mit täglich 40.000 Besuchern am Salzburgring gezogen. "Dem Publikum kann ich nur meinen Respekt aussprechen. Die Jugendlichen waren pflegeleicht und diszipliniert - obwohl die Anzahl der Alkoholexzesse gestiegen ist", sagte Polizei-Einsatzleiter Winfried Stöger. Das Rote Kreuz zählte mit 1.729 Einsätze. Viele Besucher erlitten Schnittwunden und klagten über Kreislaufbeschwerden.

Nicht nur Einsatzleiter Stöger, auch Landesrettungskommandant Gerhard Huber zollte den Jugendlichen und dem Veranstalter viel Anerkennung: "Es war wieder sehr beeindruckend, wie friedlich das Fest abgelaufen ist."

Trotzdem hatten die mehr 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes samt den drei Notärzten alle Hände täglich voll zu tun: Sie leisteten 1.729 Personen Erste Hilfe - ein neuer Rekord. 104 Patienten wurden in die umliegenden Spitäler gebracht. Da das Festival länger dauerte als im Vorjahr, mussten die Rot-Kreuz-Mitarbeiter heuer um fast 300 Einsätze mehr bewältigen. "Besonders bewährt hat sich auch der neue, mobile Ambulanz-Container, der bei der EURO 2008 eingesetzt wird", lobte Huber.

Heftige Rauferei
Zwei Mal musste die Exekutive wegen Raufereien eingreifen, bei denen ein Besucher und ein Security-Mitarbeiter zum Teil schwer verletzt wurden. "Die Täter waren Erwachsene, die sich ohne Eintrittskarten in das Festival-Gelände eingeschlichen haben", sagte Stöger. "Alkohol war auch im Spiel." Pro Festivaltag wurde die Polizei zu 15 bis 20 Einsätzen gerufen. Der Polizist kritisierte das schlechte Schuhwerk der Jugendlichen. "Viele sind im Schlamm ausgerutscht, auch dadurch kam es zu Verletzungen."

Bewährt habe sich der neue, mobile Verkehrsleitstand. Aktuelle Daten über das Verkehrsaufkommen, Reiserouten und einsetzende Regenfälle waren laufend per SMS abrufbar. An die Jugendlichen wurde auch die Aufforderung aufs Handy gesandt, keinen Alkohol zu trinken.

(apa/red)