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French Open: Melzer
in zweiter Paris-Runde

Viersatz-Sieg über Goffin mit 6:4,5:7,7:5,6:4 - Auch Paszek in der zweiten Runde

French Open: Melzer siegt in Paris und erreicht zweite Runde. © Bild: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Jürgen Melzer ist am Montagabend als dritter Österreicher in die zweite French-Open-Runde eingezogen. Der 33-jährige Niederösterreicher erkämpfte sich erstmals seit 2011 wieder einen Sieg in Roland Garros und war nach dem 6:4,5:7,7:5,6:4-Sieg über den Belgier David Goffin auch richtig zufrieden. Nach dem 3:27-Stunden-Fight hat er sich ein Duell mit Jo-Wilfried Tsonga (FRA-13) gesichert.

"Ich glaube, dass es ein Match auf extrem hohem Niveau war", freute sich Melzer, der sich auch nach dem Match in der Garderobe mit Goffin noch über dieses hochklassige Match unterhalten hat. "Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie ich vier Sätze lang gespielt habe", gestand Melzer.

Die Partie zwischen der Nummer 56 (Melzer) und der Nummer 105 (Goffin) der Welt wirkte, als stünden sich weit besser platzierte Spieler gegenüber. "Ich wollte alles da draußen lassen. Es war ein Fight. Das ist das, was ich vermisst habe. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, beide haben sich nichts geschenkt", erklärte Melzer, der Paris-Halbfinalist von 2010, seinen emotionalen Ausbruch nach dem ersten verwerteten Matchball. "Klar habe ich mich riesig gefreut, es war ein sehr enges Match."

Thiem gewinnt French-Open-Premiere

Dominic Thiem hat den aus österreichischer Sicht sehr erfreulichen zweiten French-Open-Tag mit einer tollen Leistung abgeschlossen. Der 20-jährige Niederösterreicher bezwang den weit erfahreneren Franzosen Paul-Henri Mathieu nach 2:08 Stunden mit 6:4,7:6(3),6:2 und sicherte sich damit bei seiner Paris-Premiere bei den Erwachsenen nicht nur den Sieg, sondern auch den Schlager gegen Rafael Nadal.

Der achtfache French-Open-Champion und Weltranglisten-Erste hatte sich bereits zuvor gegen Robby Ginepri (USA) 6:0,6:3,6:0 durchgesetzt. So leicht wird es ihm ein Thiem in dieser Form wohl nicht machen.

ÖTV-Damen sind weiter

Auch zwei von drei ÖTV-Damen stehen in der zweiten Runde der mit 25,018 Mio. Euro dotierten French Open in Paris. Nach Yvonne Meusburger am Vortag meisterte auch Qualifikantin Tamira Paszek die erste Hürde, für Patricia Mayr-Achleitner kam hingegen das Erstrunden-Aus. Paszek rang Alison van Uytvanck (BEL) mit 6:2,7:6(5) nieder, Mayr-Achleitner war gegen Flavia Pennetta (ITA-12) beim 2:6,2:6 chancenlos.

Für Paszek, die in ihrer Karriere durch viele Höhen und Tiefen gegangen ist, war dieser Erfolg freilich sehr viel wert. Denn Paszek ist im Ranking Ende 2013 schon bis auf Platz 181 zurückgefallen, nachdem sie nur knapp zehn Monate davor mit Rang 26 ihr bisheriges Karrierehoch erreicht hatte.

Gegen van Uytvanck geriet sie nach glatt gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang noch ins Wanken. 3:5 bzw. nach mehreren Breaks 5:6, Aufschlag der Gegnerin lag Paszek schon zurück ("mir war ein bisschen übel, ich habe vor dem Match einen Sandwich gegessen, der mir nicht bekommen ist"). Die seit kurzem wieder von Larri Passos betreute Dornbirnerin rettete sich aber ins Tiebreak und entschied dieses mit 7:5 für sich.

Paszek überglücklich

Der Sieg ließ die Übelkeit aber vergessen. "Ich fühle mich großartig. Der Tag war für mich wirklich ein spezieller. Ich wusste, dass ich in recht guter Form war. Und in meinem Hinterkopf war, dass ich hier kein Hauptbewerbsmatch seit 2007 mehr gewonnen habe", meinte eine strahlende Paszek nach ihrem Aufstieg, der auch internationales Medien-Interesse u.a. der "New York Times" erweckte.

"Jetzt habe ich definitiv vor, oben zu bleiben. Es waren schwere und schöne Zeiten meiner Karriere. Ich sehe es gelassen und entspannter", sagte die Vorarlbergerin im Rückblick auf ihre ups and downs. In der zweiten Runde ist sie am Mittwoch als Nummer 155 der Welt aber klare Außenseiterin. Fast zeitgleich mit Paszek hatte sich auch Dominika Cibulkova (7:5,6:0 über Virginie Razzano/FRA) die zweite Runde gesichert. Die Slowakin ist in Paris als Nummer 9 gesetzt, stand in diesem Jahr im Finale der Australian Open und holte den Titel in Acapulco. Cibulkova hat auch die bisher einzige Begegnung mit der Österreicherin (2009/1. Runde in Charleston) mit 6:4,6:0 für sich entschieden.

Pennetta zu stark für Mayr-Achleitner

Wie befürchtet als zu hohe Hürde erwies sich die diesjährige Indian-Wells-Siegerin Flavia Pennetta für Österreichs Nummer zwei, Mayr-Achleitner. Die 27-jährige Tirolerin, die im Ranking als 73. 60 Plätze hinter Pennetta liegt, war im ersten Kräftemessen mit der fünf Jahre älteren Italienerin auf verlorenem Posten. Mayr-Achleitner bleibt damit in Roland Garros weiter sieglos. Es war bereits ihr vierter Versuch, im Hauptbewerb des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres in die zweite Runde zu kommen.

"Sie ist Nummer 13 der Welt und ich hatte wieder einmal eine schwere Auslosung. Man muss schon sagen, sie hat heute eine sehr solides und aggressives Spiel gespielt und kaum Fehler gemacht", erklärte Mayr-Achleitner. Sie habe in Paris immer Auslosungspech gehabt. "Aber ich werde noch einige Jahre auf der Tour spielen und irgendwann kommt es. Und vielleicht geht es dann ganz weit."

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