Fremdsprachen-Unterricht: Unsere Schüler liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt

76,1 Prozent lernen mindestens zwei Fremdsprachen EU-weit tun das nur 60,1 Prozent der Schulkinder

In Österreichs Schulsystem ist nicht alles schlecht, wie man nach diversen Pisa-Tests annehmen könnte. Bei uns liegt der Anteil der Schüler, die in der Oberstufe zwei oder mehr Fremdsprachen erlernen mit 76,1 Prozent deutlich über dem EU-Schnitt von 60,1 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat bekanntgab, liegen Luxemburg, die Niederlande und Tschechien mit einer Vollauslastung von 100 Prozent in diesem Bereich an der Spitze. Am unteren Ende rangieren Großbritannien (6,1 Prozent), Griechenland (6,9) und Irland (8,2).

Deutschland, Zypern und Portugal lieferten keine Zahlen für das Erhebungsjahr 2007. Die anderen EU-Länder haben folgende Werte: Finnland (99,8 Prozent), Slowenien und die Slowakei (je 98,3), Estland (97,4), Rumänien (92,1), Schweden (91,5), Frankreich (90,0), Belgien (88,5), Polen (79,3), Bulgarien (76,9), Lettland (75,9), Dänemark (60,8), Litauen (56,2), Ungarn (41,8), Malta (37,1), Spanien (28,3) und Italien (24,6).

Anlässlich des "Europäischen Tags der Sprachen" hatte Eurostat Daten zum Spracherwerb von Schülern und zu Sprachkenntnissen von Erwachsenen auf der Basis ihrer Selbsteinschätzung erhoben. Was die Erwachsenen betrifft, gaben 28,1 Prozent im EU-Durchschnitt an, Kenntnis von mindestens zwei Fremdsprachen zu haben. Österreich liegt in der Altersgruppe zwischen 25 bis 64 Jahren mit 29,3 Prozent ebenfalls knapp darüber. Als Spitzenreiter wird hier Slowenien mit 71,8 Prozent ausgewiesen, gefolgt von der Slowakei (68,0) und Finnland (67,9). Am unteren Ende liegen Ungarn mit 7,7 Prozent, Griechenland (11,9) und Spanien (17,9).

Die EU-Kommission betont die Bedeutung des Fremdsprachenerwerbs. Dafür gelte es, die Menschen zu sensibilisieren. Ferner soll die reiche sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas gefördert und das lebenslange Lernen innerhalb und außerhalb der Schule unterstützt werden. Im Rahmen der Lissabon-Strategie wurde die Förderung des Sprachenerwerbs in der EU als Schlüsselfaktor anerkannt, und der Europäische Rat legte 2002 in Barcelona das Ziel fest sicherzustellen, dass alle Schüler schon früh zumindest zwei Fremdsprachen lernen.

(apa/red)

Kommentare

schön und gut ... und trotzdem haben wir eine Schule wie die HTL , wo nur eine Fremdsprache unterrichtet wird und die zur Matura führt und wo man nicht einmal in der Fremdsprache maturieren muss .......

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