Frauentag von

Grüne fordern
"halbe-halbe" bei Steuerreform

Glawischnig & Co. präsentierten Plakate mit verweiblichten Parteichefs

Frauentag - Grüne fordern
"halbe-halbe" bei Steuerreform © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Gleich zwei Initiativen haben am Dienstag vor dem Ministerrat mehr Geschlechtergerechtigkeit bei der Steuerreform verlangt. Die Grünen präsentierten dabei am Ballhausplatz Plakatsujets mit verweiblichten Parteichef-Portraits. Die Initiative "Femme Fiscale" verlangte vor dem Bundeskanzleramt ebenso wie Grünen-Chefin Eva Glawischnig "halbe-halbe" bei der Entlastung.

Man wolle "halbe-halbe in Beruf, Politik und Alltag", so die grüne Botschaft auf den Plakaten, die Reinhold Mitterlehner (ÖVP), Werner Faymann (SPÖ), Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Matthias Strolz (NEOS) zur Hälfte in weiblicher Aufmachung zeigen. Laut Glawischnig ist das nicht bösartig gemeint, vielmehr wolle man augenzwinkernd an die fehlende Chancengerechtigkeit aufmerksam machen. Die Plakate sollen vor den Parteizentralen der politischen Mitbewerber aufgestellt werden.

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Glawischnig kritisierte, dass Frauen in den Steuerreformmodellen von SPÖ und ÖVP weniger profitierten als Männer. Gleichzeitig seien sie aber durch den Großteil der unbezahlten Arbeit in der Gesellschaft (von der Pflege bis zur Kinderbetreuung) stark belastet.

"Femme Fiscale" für Geschlechtergerechtigkeit

Ganz ähnlich sieht man das bei "Femme Fiscale", eine Initiative, in der sich unter anderem FeministAttac, die Armutskonferenz, der Frauenring oder die katholische Frauenbewegung engagieren. Die mit Perücken, lila-farbenen Umhängen und einer großen "Gender-Brille" ausgestatteten Frauen forderten einen niedrigeren Eingangssteuersatz, höhere Steuersätze für sehr hohe Einkommen, eine Erhöhung der Negativsteuer und eine Gegenfinanzierung durch Vermögenssteuern.

Kommentare

christian95 melden

Statt nur sinnlos Tafel medienwirksam vorzuzeigen wollen die Grünen weiterhin den gesamten Transitverkehr durch Wien leiten.

christian95 melden

Die Grünen in Wien benötigen für eine Fußgängerbeauftragte und einen Radfahrbeauftragten unglaubliche 13 Mio. Steuergeld. Da können sogar die beiden Schuldenkaiser Häupl und Pröll noch einiges lernen.

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