Frauenbild von FPÖ und BZÖ von

"Ein Mann will anschaffen"

Zwischen Discohäschen und Mutterkreuz: Was denken rechte Männer über Frauen?

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    Das Frauenbild der Rechten

    "Nur schwache Männer suchen Hascherln."

    Heinz-Christian Strache, FPÖ

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    Das Frauenbild der Rechten

    "Eine Frau ist eine Frau, und ein Mann ist ein Mann. Die Gleichmacherei lehne ich ab."

    Peter Fichtenbauer, FPÖ

Das Frauenbild der Rechten schwankt zwischen Discohäschen und Mutterkreuz-Anwärterinnen wie Barbara Rosenkranz. Was denken rechte Männer über Frauen wirklich?

Die Männer in der FPÖ mögen es einfach und klar. „Eine Frau ist eine Frau, und ein Mann ist ein Mann. Eine Gleichmacherei lehne ich ab“, sagt der Anwalt Peter Fichtenbauer. „Stammesgeschichtlich hat sich die Verteilung, dass der Mann auf die Jagd geht und die Frau sich um das Heim kümmert, als Erfolgsmodell der Gattung Homo sapiens bewährt.“

Dass die Rollenverteilung nicht umgekehrt ist, liegt daran, dass „Männer sich wegen des körperlichen Unterschieds ja stärker fühlen“. Zumal Frauen laut FPÖ-General Harald Vilimsky „sensibler sind“. Warum es in der Partei so wenig Frauen gibt? „Bei der FPÖ rollen wir ihnen den roten Teppich aus, sie werden bevorzugt. Aber oft haben sie eine andere Lebensplanung; eine fixe Partnerschaft und Nachwuchs sind dann wichtiger.“ Dennoch fördert man die Frauen weiter hartnäckig, bestätigt Vilimsky, und zwar „aus Überzeugung, nicht wie in anderen Parteien mit einer plumpen Quotenregelung“.

Der Erfolg lässt auf sich warten: Der FPÖ-Klub ist zu 16,2 Prozent mit Frauen besetzt (nur sechs von 37 Mandataren). Den geringsten Frauenanteil hat mit 12,5 Prozent das BZÖ (zwei von 16).

Freilich weist Vilimsky auf einen Nachteil des weiblichen Geschlechts im harten und zeitraubenden Politjob hin: „Frauen sind mehr darauf aus, zu gefallen, sind demnach modeanfälliger, verwenden mehr Zeit für die Frisur und Kosmetik“, klagt der General. Barbara Rosenkranz, die in der FPÖ schon lange ihren Mann steht, glaubt als zehnfache Mutter an die simple Wahrheit: „Mädchen ziehen eben gerne schöne Kleider an, Buben wollen kein Prinzessinnenkostüm.“

Der Mann führt.
FPÖ-Mandatar Johannes Hübner findet noch einen Grund, warum Frauen es nicht an die Spitze schaffen: „Der Drang nach Macht ist meistens nicht so ausgeprägt wie bei Männern. Das Streben danach, ein Alphatier zu sein, ist ein stark männlich geprägtes Phänomen. Männer wollen viel öfter führen und anschaffen.“ Aufgrund dieser „testosterongesteuerten Eigenschaften“ würden Männer auch mehr Gesetze übertreten. Männern, „bei denen die weibliche Komponente ihres Wesens stärker ausgebildet ist, fällt es wahrscheinlich leichter, sich gesetzestreu zu verhalten. Für die testosterongeprägten ist es schwieriger“, sinniert Hübner. Wer da kein Mitleid hat!

Und die Frau? Hat die „stark männliche Komponenten“, kann sie, so behauptet Hübner, sogar Führungspositionen in der Wirtschaft einnehmen, „oder auch in der Frauenbewegung“. Die meisten Frauen jedoch seien vom „Nestbauinstinkt“ geprägt. „Sie suchen den ,Löwenmann‘, der dann im Nest sitzen soll.“ Das will der Löwenmann aber nicht, „deshalb gibt es bei denen und bei den Alphatieren so viele Scheidungen. Denn Alphatiere sind – wie im Tierreich – oft polygam und haben den Drang, den eigenen Samen weit zu verbreiten“, sagt Hübner.

Die Frau als Schwache.
Gerald Grosz, BZÖ-Mandatar, ist einer der wenigen, die offiziell bedauern, dass Gleichstellungspolitik nicht funktioniert. Sie könne nur floppen, „weil alle Bemühungen unter Minderheitenschutz laufen. Das Grundübel ist, dass man bei der Gleichberechtigung darauf abzielt, dass die Frau die Schwache ist.“

Was Frauen und Männer unterscheidet, erklärt Grosz so: Frauen hätten ein höheres Verantwortungsbewusstsein, das „liebevolle Miteinander“ sei bei ihnen stärker ausgeprägt. Männer hätten oft das Gewaltmonopol, auch bei sexuellen Übergriffen. „Es ist schließlich de facto unmöglich, einen Mann zu vergewaltigen.“

Frauen pflegen aber nicht nur das „liebevolle Miteinander“, wehrt FPÖ-Chef Heinz Christian Strache ab. „Sie setzen sich über kurz oder lang durch, wenn sie qualifiziert sind.“ Das macht Quoten freilich überflüssig, meint man bei den Rechten. In Straches „ganzem Umfeld sind nur erfolgreiche Frauen“, erzählt der Blaue stolz. „Ich fühle mich von starken Frauen angezogen. Nur schwache Männer suchen Hascherln. Ich mag selbstbewusste Frauen mit einem freien, kritischen Geist.“ Nur zu unabhängig und eigensinnig sollte die Frau nicht sein – Barbara Rosenkranz musste der FPÖ-Parteichef im Wahlkampf mehrmals zurückpfeifen.

Während für BZÖ-Mann Ewald Stadler „Sex freilich generell nur in der Ehe zulässig ist“, bekennt Johannes Hübner ganz offen: „FPÖ-Mitglieder gehen nicht öfter ins Puff oder zu Prostituierten als andere Männer.“

„Zu Prostituierten gehen Männer wegen dem Reiz der schnellen sexuellen Befriedigung“, klärt Grosz auf. Und Hübner ergänzt: „Prostitution erfüllt in der Gesellschaft eine gewisse ,Ventilfunktion‘, weil dadurch Männer, die sonst keine Frau finden, Sex haben können. Und weil Männer so eine Art von Sex haben, die die Ehefrau zum Beispiel ablehnt.“ Freilich finde er selbst Prostitution generell abstoßend. Wahrscheinlich ebenso abstoßend wie Pornografie? „Die verführt den Menschen zur Sünde. Für den Mann ist Pornografie unter seiner Würde. Er macht sich bei der Konsumation schuldig“, warnt Stadler eindringlich.

Mutter statt Karriere.
FPÖ-Mandatar Walter Rosenkranz macht sich indes als frisch gebackener Vater Sorgen um die Nachwuchspflege. Zwar „verzichten Frauen zugunsten der Mutterschaft auf Karriere“ (deshalb würden sie auch bei den Spitzeneinkommen so schlecht abschneiden), aber eine Frau, die sagt: „Ich will ein Kind“, wird – meint Rosenkranz – angeblich belächelt. Und schuld an der verbreiteten Kinderlosigkeit seien auch die Ministerinnen. Aber nicht wegen verfehlter Familienpolitik, sondern: „Die Kinderzahl der Frauen in der Bundesregierung ist viel zu niedrig. Die Ministerinnen sind ein schlechtes Vorbild“, schimpft der FPÖ-Mann.

Für Frauen, die sich alleingelassen fühlen mit Job, Kindern und Haushalt, hat Fichtenbauer einen Rat: „Die Inanspruchnahme von Haushaltshilfen muss viel positiver gesehen werden. Für viele ist ja heute eine Haushaltshilfe geradezu verpönt.“ Oder auch nicht leistbar. Könnte in diesen Fällen der Mann mit anpacken? Fichtenbauer: „Männer in die Pflicht zu nehmen klingt positiv. Aber in der Realität ist das oft unmöglich. Als Anwalt zum Beispiel ist das nur ganz eingeschränkt denkbar.“

Rechte wollen halt selten Frauenrechte. Die Frauenkarte zücken sie im Wahlkampf nie – denn die sticht bei Blau und Orange einfach nicht.

Kommentare

galileo2

Allahu Akbar Allahu Akbar....u wird euch ungläubigen dahinraffen.

stabilis melden

Spritzt doch den Frauen endlich Testosteron bis obenhin.... ..... und dann wissen die Mal wie man sich als Mann so fühlt.

Die Männer strengen sich ja seit langer Zeit massiv an, immer mehr Weiblich zu sein und führen sich laufend große Menge von Östrogen zu - in Form von Bier.

Aber letztendlich wird uns auch das dauernd vorgeworfen und wir können immer noch keine Kinder kriegen und säugen.

Wären die Männer dazu in der Lage, würden wir alle Schwul werden und uns die Kinder gegenseitig machen - wer braucht dann noch Frauen??
War das nicht so unter Haider? Hat er das nicht vorgemacht?

Oder habe ich den Spruch" Petzner, ein großer Politiker steckt in Dir" falsch verstanden? :-))

Ignaz-Kutschnberger
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@stabilis hmm...bezugnehmend auf den letzten Satz von dir... möcht mir da jetzt gar nicht ausmalen, in wem da womöglich noch aller ein großer Politiker steckte...

seidenstraße
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es amüsiert zu beobachten, dass das frauenbild der fpö im prinzip jenem anatolischer zuwanderer gleicht.

seidenstraße
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schwul? bin doch ein mädi, harn (origineller nick für einen bettnässer: chapeau) - und nicht einmal lesbisch, hihi.
die sicht aufs sein eint reaktionäre nationalistendodln und anatolische fortschrittsfeinde.

RobOtter
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Re: es amüsiert @

RobOtter
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@seidenstraße ich such gerade den "gefällt mir" button!

Ivoir
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Männer über Frauen Ist doch sehr einfach:
Ein Mann will ein echter Kerl sein,
Frauen wollen aber keine Frauen sein.

harnof melden

Stadler 1 Stadler ist der BZÖ Wendehals in Person.
Diesmal sagt er „Sex freilich generell nur in der Ehe zulässig ist“"

Während er vor 2 Jahren was ganz anderes sagte:
>>NEWS: Sind Praktiken gestattet, die männliche Homosexuelle gerne ausüben?
Stadler: Dazu macht die Lehre der Kirche keine Vorgaben. <<


Homosexualität für Stadler durchaus akzeptabel. - Lesen Sie mehr zu diesem Thema in NEWS 37/09!

Welch eine Kernzenschlucker und Heuchler
aus dem Orange Hause ist so wiedersprüchlich wie er.

Ist jetzt der Orange Ewald FÜR oder GEGEN gleichgeschlechtliche liebende?

harnof melden

Stadler 2 Dies geht scheinbar nicht hervor, denn selbst bei der Abstimmung über die Homoehe war Stadler nicht anwesend:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20091210_OTS0274/kickl-bzoe-stadler-schwaenzte-abstimmung-ueber-homo-ehe

Ein Lügner des BZÖ hoch 10!
Stadler ist eine SCHANDE FÜR UNS CHRISTEN IN ÖSTERREICH!

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Mein Kommentar zur Aussage von Frau Rosenkranz Nicht jede Frau kann von ihrem Nebenjob in der Politik leben und sich dadurch mehrer Kinder leisten wie Frau Rosenkranz!!

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Re: Mein Kommentar zur Aussage von Frau Rosenkranz EINE AUSSAGE VON FRAU ROSENKRANZ IST EINFACH NICHT ZU KOMMENTIEREN WEIL VOLLKOMMEN UNERHEBLICH!!!!

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Re: Mein Kommentar zur Aussage von Frau Rosenkranz Wie sagen denn die Rechten, wenn eine ausländische Frau so viele Kinder hat, wie die Kranzerl? Ach ja, "Wurfmaschine" heisst das bei denen...

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Mein Kommentar zum Kommentar von Warlord Na sicher, deswegen haben ja alle Politikerinnen, Managerinnen etc. mit hohem Verdients so viele Kinder,... die leisten sich ja alle so unglaublich viele Kinder um ihr Einkommen, dass sie die Geburtenrate der Österreicher heben werden. Oder habe ich da etwas übersehen?

Frau Rosenkranz hatte vor ihrem Eintritt in den Landtag von NÖ schon sechs Kinder.

Schon mal daran gedacht, dass Kinderreichtum auch mit einem Wertebewusstsein zu tun hat?????
Auch nicht unbedingt mit politischer Präferenz, da die Abg. zum LT, Karin Kadenbach, SPÖ auch fünf Kinder hat.
Das alles, Rosenkranz., van der Leyen, Kadenbach sind leider nur Ausnahmen. Es gilt, je reicher, desto kinderärmer.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@Septa Aha...nun ja, vielleicht war ja das dann der Grund warum sie in die Politik gegangen ist...ich meine, das Essen für 6 Kinder muss ja auch mal jemand bezahlen...und wenn man für eine ruhige Kugel schieben noch fürstlich entlohnt wird... Andere hatten weniger Glück und landeten am Sozialamt!! Und was das angesprochene Wertebewusstsein anlangt...hmm...nun ja, ist das Wertebewusstsein dann bei türkischen Frauen die keinen politschen Nebenjob haben, sondern nur Hausfrau sind und 6-8 Kinder haben auch dann das gleiche wie bei der Frau Rosenkranz oder nicht??

harnof melden

Re: Mein Kommentar zur Aussage von Frau Rosenkranz Frau Rosenkranz ist eine Frau mit Anstand und Charakter.
Sie rettet unser abendländisches Österreich vor den Türkreich aus den Süden, welches Tag zu Tag unsere Existenz als Österreicher durch Überfrendung vernichtet.
Wem die FPÖ 2013 nicht 50% hat, sterben wir Östereicher bald aus!

seidenstraße
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lieber harni, wertes lulu hoffe, du gehörst nicht dem deutschen kulturkreis an, deine sprachkenntnisse verursachen mir nämlich würgereize. hast du in der schule im deutschunterricht nicht aufgepasst?

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