Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von

Frauen arbeiten gratis

Viele Kommentare zum heutigen Equal Pay Day fordern gleiche Bezahlung

Frau mit Sparschwein in der Hand © Bild: Thinkstock.de

Der Equal Pay Fay kennzeichnet rechnerisch jenen Tag, ab dem Frauen für den Rest des Jahres gratis arbeiten. Am heutigen 6. Oktober ist es soweit. Umgekehrt gerechnet müssten Frauen bis zum 5. April weiterarbeiten, um dasselbe Einkommen - auf das Männer im Durchschnitt in einem Jahr kommen - zu erreichen.

Immerhin gibt es auch einen ganz kleinen Fortschritt hat sich doch der Tag ab dem Frauen gratis arbeiten, um drei Tage nach hinten verschoben. Das Ziel diesen Tag erst am 31. Dezember zu feiern, ist jedoch noch weit entfernt.

Die Unterschiede in der Bezahlung zwischen den Geschlechtern unterscheiden sich nach Berufsgruppen stark. Im Durchschnitt gibt es immer noch 23,7 Prozent Gehaltsunterschied. Doch während es bei Beamten nur 5,3 Prozent sind, beträgt der Unterschied bei Angestellten satte 37,7 Prozent.

Wie viel davon sich nur durch das Geschlecht und nicht auch durch andere Faktoren, wie unterschiedliche Bildungsabschlüsse oder die überproportionale Teilzeitarbeit von Frauen erklären lassen, ist umstritten. 18 Prozent der Einkommensschere lassen sich jedoch nicht durch Faktoren wie Bildung, Ausbildung oder Karenz, sondern ausschließlich durch den Faktor Geschlecht erklären lassen.

Immer gleiche Reaktionen

Nicht nur der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen bleibt jedes Jahr bestehen, auch die Reaktionen darauf sind fast immer die gleichen. Während die Arbeiterkammer am Freitag weitere Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere forderte, hat die Wirtschaftskammer genug. Die Grünen verlangten verpflichtende Frauenförderpläne und das BZÖ einen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto. Die FPÖ ortete dagegen keine Einkommensunterschiede.

AK-Präsident Herbert Tumpel forderte, dass Betriebe für Frauen und für Männer die gleichen Zugangschancen zu den verschiedenen Berufen eröffnen und frauendominierte Berufe besser bewertet werden. Dringend notwendig seien auch ein Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze und die Förderung der Väterbeteiligung bei der Kinderbetreuung. Die AK sprach sich weiters für eine verpflichtende Frauenquote bei Aufsichtsräten aus.

Gegen "weitere Belastungen für Betriebe" sprach sich dagegen Wirtschaftskammer-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser aus. Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen hätte "sich stark verringert" und die Wirtschaft hätte in den letzten Jahren eine Reihe von Belastungen wie Einkommensberichte, Lohnangaben in Stelleninseraten und höhere Strafen akzeptiert. "Nun reicht es", so Hochhauser.


Einen gesetzlichen Mindestlohn und Einkommensberichte, die verpflichtend mit Frauenförderung verknüpft werden, forderte Grünen-Frauensprecherin Judith Schwentner. Vor allem bei den Einkommensberichten sei noch viel zu tun. Es brauche klare Vorgaben, wirksame Kontrollen und eine Verpflichtung zur Beseitigung von Missständen, so Schwentner.

Kommentare

Is ja immer die gleiche leier.
Wenn eine Frau in meinen Beruf das selbe macht , bekommt sie auch das selbe.
Und wenn der Schlecker einen Sch... Zahlt , kann kein Mann was dafür .
Wenn ich mich zum Frisör Umschulen lasse,krieg ich aich nix .
Hinter solchen Rechnungen stehen doch wieder nur Frauen die ausser ihren Emanzen dasein nix haben .
Tja ohne Bock kommen die halt auf sonen blödsinn.

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Dass frauendominierte Berufe besser bewertet werden, darüber sollte auf jeden Fall diskutiert werden, denn es ist nicht einzusehen, warum z.B. ein/e ausgebildete/r Altenpfleger/in oder ein/e Krankenpfleger/in weniger verdient als ein Automechaniker. Und wenn's hier Angleichungen gibt, sind wir auf dem richtigen Weg.
Was die Quote in Führungspositionen anbelangt, ist's und bleibt's natürlich ein..

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..Vollschmarrn. Da mag einer noch so gut sein, wenn wenn ein Haxerl am Chromosom fehlt und woanders zuviel ist kriegt er den Job nimmermehr. Die Feministinnen feierns als Etappensieg und verheißen eine wundervolle Zukunft und die männlichen Tüllröckchenträger applaudieren und apportieren demutsvoll. Und unsereins steht fassungslos daneben, wenn einem die Vorstellung reingedrückt wird, dass ...

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... Frausein ein ausreichender Ersatz für Fachkompetenz sei und nicht mehr die Geeignetsten den Posten erhalten.

Übrigens, 80% der Obdachlosen sind männlich, wie wär's mit einer Quote, Herr Tumpel?

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