Frau in Vorarlberg auf A14 überfahren und
getötet: Nach flüchtigem Lenker gefahndet

Sechsjähriger Sohn war in Sicherheit - unverletzt Bub weiß bisher noch nichts von Tod seiner Mutter

Frau in Vorarlberg auf A14 überfahren und
getötet: Nach flüchtigem Lenker gefahndet

Die Vorarlberger Polizei ermittelt weiter fieberhaft nach dem Lenker des Wagens, mit dem auf der Rheintalautobahn (A14) eine 39-jährige Frau niedergestoßen wurde. In weiterer Folge war die Frau von mehreren Fahrzeugen überrollt und getötet worden. Der Unfall-Pkw war noch nicht ausgemacht.

Nach dem tödlichen Unfall bei Lauterach (Bezirk Bregenz) liefen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Eine Vermessung der Unfallstelle und Fotos aus einem Hubschrauber sollten Aufschluss über den genauen Unfallhergang liefern. Zehn Fahrzeuge, die bekanntermaßen am Unfall beteiligt waren, wurden untersucht. "Der gesuchte Pkw war leider nicht dabei", sagte Hubert Übelher von der Autobahnpolizei Dornbirn gegenüber der APA. Die überprüften Wagen hätten die Frau erst erfasst, nachdem sie schon auf der Straße gelegen war.

Die Fahndung nach dem Unfalllenker wurde auch auf Deutschland und die Schweiz ausgeweitet. Die Leiche der 39-Jährigen werde obduziert, so der Polizist. Falls Wagen und Lenker bis dahin nicht gefunden seien, könne möglicherweise die Obduktion Hinweise auf das Unfallfahrzeug liefern, sagte Übelher. Auch die Bevölkerung werde um Mithilfe gebeten.

Die 39-jährige Frau aus Wolfurt (Bezirk Bregenz) war gegen 19.00 Uhr mit ihrem Wagen wegen eines technischen Defekts auf der A14 liegen geblieben. Sie wollte offenbar ihr Auto von der Fahrbahn auf den Pannenstreifen schieben, als sie von mehreren Fahrzeugen erfasst und getötet wurde. Ob die 39-Jährige beim Aussteigen eine Warnweste trug, ist unbekannt.

Das Fahrzeug der Frau stand bereits zur Hälfte auf dem Pannenstreifen, als das Unglück geschah. Sie starb unmittelbar an der Unfallstelle. Ihr siebenjähriger Sohn war Augenzeuge des Unfalls. Kurz zuvor war eine 31-jährige Lenkerin aus Bregenz auf Grund der eingeschalteten Warnblinkanlage auf den Pkw aufmerksam geworden und stehen geblieben. Sie hatte die 39-Jährige laut Polizei lautstark aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen und ihren Sohn in Sicherheit zu bringen.

Der Siebenjährige wurde nach dem Unfall unverletzt in der Böschung am Fahrbahnrand aufgefunden. Der Bub wird nun psychologisch betreut. Am Vormittag wusste er noch nichts vom Tod seiner Mutter, sondern glaubte, sie liege im Spital. Die Bregenzer Lenkerin erlitt einen schweren Schock, ebenso wie mehrere der Unfalllenker. Auch sie werden vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut.

(apa/red)