Franzose verschickt per Internet stinkende Grüße: Rachebotschaften vom Misthaufen

Portion Mist für Nachbarn oder gestresste Angestellte Viele Empfänger sind oft ehemalige Liebespartner

Franzose verschickt per Internet stinkende Grüße: Rachebotschaften vom Misthaufen © Bild: www.fumier.com

Für enttäuschte Liebespartner, genervte Nachbarn oder gestresste Angestellte hat sich ein Franzose einen besonderen Service einfallen lassen: Sie können ihrer Wut Luft machen, indem sie ihren Widersachern per Internet eine Portion Mist zusenden. Dieser werde in ein durchsichtiges Sackerl gepackt und in einer kleinen Holzschachtel versandt, erläuterte Olivier Legrand, von Hauptberuf künstlerischer Leiter einer Werbeagentur in der ostfranzösischen Stadt Besancon.

Der 40-Jährige Werbefachmann bietet seinen ungewöhnlichen Service seit einigen Wochen an - und freut sich über den regen Zulauf. Täglich werde seine Seite www.fumier.com rund 5.000 Mal angeklickt, 180 Päckchen mit dem Mist (auf französisch "fumier") zum Preis von je 8,50 Euro seien bereits versandt worden, berichtet der Franzose. Besonders rege sei die Nachfrage im Großraum Paris, die Empfänger seien oft ehemalige Liebespartner. Den Kuhmist liefert Legrand ein Viehzüchter nahe Besancon.

Legrand erfüllt allerdings nicht alle Wünsche: So lehnt er anonyme Sendungen und allzu böse Botschaften ab. Auch einige Lokalpolitiker, die politische Gegner beehren wollten, ließ er abblitzen. Rache sei zwar süß, doch müsse das Ganze "ein Spaß bleiben".

(apa/red)