Schönheitschirurg tot von

Prozess um Franz Gsell

Männern wird Raub und gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen

Tatjana und Franz Gsell
© Bild: APA/Eduard Weigert / EPA / picturedesk.com

Nach mehr als zehn Jahren soll ab Dienstag der Tod des Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell vor Gericht aufgerollt werden. Im vergangenen Jahr war ein Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth schon vor Beginn geplatzt, weil einer der zwei Angeklagten nicht zu dem Prozess geladen werden konnte.

Die Staatsanwaltschaft wirft den 38 und 45 Jahre alten Männern schweren Raub und gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge vor. Zumindest einer der Angeklagten wird diesmal sicher vor Gericht erscheinen, denn er ist in Untersuchungshaft.

Die mutmaßlichen Täter sollen am 5. Jänner 2003 maskiert und mindestens mit einem Beil bewaffnet in das Wohnhaus von Franz Gsell eingedrungen sein. Dann forderten sie laut Anklage Geld und schlugen den 76 Jahre alten Chirurgen mehrmals. Gefesselt und verletzt ließen sie ihn zurück und flohen mit mindestens 5.000 Euro sowie wertvollem Schmuck. Der Mediziner starb zwei Monate später an seinen schweren Verletzungen.

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