Frankreich-Wahl von

Marine Le Pen schockt Europa

Spindelegger: "Das muss uns allen zu denken geben". FPÖ-Chef Strache gratuliert

Frankreich-Wahl - Marine Le Pen schockt Europa © Bild: Reuters

Das starke Abschneiden der rechtsextremen Kandidatin ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl wird in anderen EU-Ländern mit Sorge gesehen. Das Faktum beschäftigte am Rande auch die EU-Außenminister in Luxemburg."Das ist eine große Unterstützerzahl für Le Pen, und das muss uns allen zu denken geben", sagte Außenminister Michael Spindelegger. Die FPÖ gratulierte demgegenüber Le Pen.

Spindelegger sieht die französische Präsidentenwahl nun aber "wieder völlig offen" (...), nachdem sowohl Hollande als auch Sarkozy Kopf an Kopf liegen", fügte der Vizekanzler hinzu.

Der Sozialist Francois Hollande hat die erste Wahlrunde am Sonntagabend mit 28,63 Prozent gewonnen. Der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy kam auf 27,18 Prozent. Auf Platz drei kam Le Pen von der rechtsextremen Front National (FN) mit 17,9 Prozent. Sie scheidet zwar aus dem Rennen aus, erzielte aber das beste Ergebnis, das ihre Partei jemals bei einer Präsidentenwahl erzielen konnte. Ihr Vater, Jean-Marie Le Pen, war 2002 mit 16,86 Prozent gegen Jacques Chirac in die Stichwahl eingezogen. Sarkozy und Hollande treten in zwei Wochen bei einer Stichwahl um das Präsidentenamt gegeneinander an.

Luxemburg attackiert Sarkozy
Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn gab Amtsinhaber Sarkozy eine Mitschuld an dem starken Abschneiden der Rechtsextremen. "Wenn jeden Tag wiederholt wird, dass die Schengen-Regeln geändert werden müssen, dass es eine harte Einwanderungspolitik geben muss, wenn von Frankreichs Sonderrolle und so weiter geredet wird, dann ist das alles Wasser auf die Mühlen der FN", sagte der sozialistische Politiker.

Der dänische Außenminister Villy Sövndal nannte das Wahlergebnis in Frankreich "außergewöhnlich besorgniserregend". Das starke Ergebnis Le Pens gehe einher mit dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien etwa in Dänemark oder Finnland.

Schweden beunruhigt
"Ich bin beunruhigt angesichts dieser Stimmung, die wir feststellen gegen offene Gesellschaften, gegen ein offenes Europa", fügte der schwedische Außenminister Carl Bildt hinzu. "Das besorgt mich, nicht nur in Frankreich."

Das Erstarken der extremen Rechten in Frankreich und anderen Ländern Europas sei "immer ein Grund zur Besorgnis", sagte der belgische Außenminister Didier Reynders. "Wir müssen deswegen sehr aufmerksam sein."

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte ihre Unterstützung für ihren Parteifreund Sarkozy, wie Vize-Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin sagte. Pläne für gemeinsame Wahlkampfauftritte von Merkel und ihre Parteikollegen Sarkozy gebe es aber seines Wissens nicht, sagte Streiter weiter. Zugleich hob er hervor, dass die Bundeskanzlerin mit jedem gewählten französischen Präsidenten gut zusammenarbeiten werde. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass das deutsch-französische Verhältnis "völlig unabhängig von handelnden Personen ist". Den hohen Stimmenanteil für die Kandidatin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, nannte der deutsche Vize-Regierungssprecher "beunruhigend".

Strache gratuliert Le Pen
Der FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat Marine Le Pen in einer Aussendung "herzlich gratuliert". Das Ergebnis mache "den positiven und richtigen Kurs der Politik des FN sehr deutlich" und zeige, dass ein "Europa der Vaterländer" das Gebot der Stunde sei. Andreas Mölzer, FPÖ-Europaabgeordneter und Leiter der EAF, schloss sich Straches Gratulation an und erklärte, Le Pen werde in der Stichwahl am 6. Mai das "Zünglein an der Waage" sein.

Der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion im Europäischen Parlament, Hannes Swoboda, sah Le Pens positives Abschneiden als Konsequenz der verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik in Frankreich und Europa, der frustrierte Bürger in die Arme der extremen Rechten treibe. Die Wirtschaftspolitik des Sozialisten Hollande sei das wirksamste Mittel gegen die extreme Rechte in Europa.

Der Vorsitzende der deutschen Sozialdemokraten, Sigmar Gabriel, hatte den Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreich noch am Sonntagabend begrüßt. Ein sozialistischer Sieg in der Stichwahl in zwei Wochen "wäre ein wichtiges Signal für ganz Europa", erklärte der SPD-Chef in Berlin laut Nachrichtenagentur dpa.

Kommentare

Le Pen = Warnung an ALLE unsere Poitiker schleunigst einmal die seit Jahren verkorkste Ausländer- und Integrationsbestrebungen zu Ungunsten der EIGENEN Bevölkerung ÜBERDENKEN und ÄNDERN (für Deutschkurse und allerlei GschistiGschasti für integrationsunwillige und -unfähige nicht von uns gerufenen Wirtschaftsflüchtlinge ist Geld da, aber für Menschen, die ihr ganzes Leben in Österreich gearbeitet haben gibts nicht einmal die Inflationsabgeltung auf die Pension)

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Ein Zeichen.... Le Pen Schockt Europa?!?!?!?!? Ja aber nur die die Europa heruntergewirtschaftet haben und um ihr Geld bangen. Aber keineswegs die Bürger!!! Die Volksverräter werden die Rechnung am Silbernen Tablett serviert bekommen!Ich hoffe das den Grinsekater-Team endlich das lächerliche Grinsen vergeht und schnallt was sie den Bürgern angetan haben mit der EU......und mit dem (T)EURO !!! Jeden Tag liest man in der Zeitung das daß STEUERGELD nur so in die Staatskasse sprudelt!Aber wie es dem Volk geht ist denen wurscht! Die brauchen ja bei einen Einkommen von weit über 10.000 Euro im Monat keine existens ANGST haben!!!! Nicht einmal die Korrupten die den Mitteslstand das Geld noch aus den Taschen zieht, veruntreut und Steuerhinterzieht. Was sind das nur für Leute!

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Re: Ein Zeichen.... Hat ÖSTERREICH überhaupt noch eine eigene Meinung?? Weil sie sich von Brüssel bei jeder Angelegenheit übern Tisch ziehen lässt!
Fazit: Wahltah ist Zahltag
Ps.: Ist den Betroffenen Wurscht!!! Die werden abgewählt kriechen wieder in einen Vorstandsjob hinein und kassieren eine FETTE Pension für das was sie die letzten Jahre auch noch verbockt haben!
Jämmerlich...........

Guten Morgen Europa Der Aufschrei sämtlicher Europäischer Regierungen bezüglich des Wahlerfolges von Marine Le Pen grenzt schon an bodenlose Naivität. Das Volk fühlt sich von seinen Regierungsleuten nicht vertreten sondern vielfach verraten. - Fazit: Wahltag ist Zahltag.

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Le Pen und Co. Aus den Kommentaren der regierenden Parteien in den europäischen Ländern erkennt man, dass diese Politiker aber schon gar nicht verstanden haben worum es dem Volk wirklich geht. Kein Wunder dass der Bürger nach Veränderungen ruft, wurde ja in den meisten Staaten der EU-Beitritt ohne Zustimmung der Bürger vollzogen, das hart verdiente Steuergeld nach Brüssel geschickt wo es teilweise in diesem unkontrollierbaren Apparat verschwindet und der Rest dazu verwendet wird die weltweiten Spekulanten und maroden Banken zu finanzieren während in den Ländern die Kriminalität und Arbeitslosigkeit steigt. Und jeder der behauptet die EU wäre ein Erfolg hat nicht hinter den Vorhang geschaut.

holzi01 melden

Re: Le Pen und Co. brabus,da gebe ich dir vollkommen recht!

simm1111
simm1111 melden

Re: Le Pen und Co. Auch ich kann mich da nur anschließen, sehr gut formuliert!!

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Re: Le Pen und Co. Hi brabus, ja LEIDER schaut genauso die Wahrheit aus, wie Sie es formuieren.

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