Frankreich-Wahl von

Hollande triumphiert

Sozialist hängt Präsident Sarkozy ab. Extreme Rechte unter Le Pen mit Rekordergebnis.

Frankreich-Wahl - Hollande triumphiert © Bild: REUTERS/Naegelen

Der Sozialist Francois Hollande hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich am Sonntag für sich entschieden. Der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy landete auf dem zweiten Platz. Hollande erreichte nach Auszählung von 96,16 Prozent der Stimmen 28,5 Prozent der Stimmen, Sarkozy 27,1 Prozent.

Da keiner die absolute Mehrheit erreichte, gehen die beiden Bestplatzierten am 6. Mai in die Stichwahl. Es ist das erste Mal bei einer französischen Präsidentenwahl, dass der Amtsinhaber im ersten Durchgang zurückliegt.

Sarkozy fischt bei den Nationalisten
Unmittelbar nach Ende des ersten Wahlgangs nahmen die beiden Kontrahenten den Kampf um die Stimmen der unterlegenen Kandidaten auf. Sarkozy umwarb am Sonntagabend in Paris die Unterstützer des rechtsextremistischen Front National, dessen Kandidatin Marine Le Pen ein Rekordergebnis von mehr als 18 Prozent im ersten Wahlgang erzielt hatte. An vierter Stelle mit 11,1 Prozent landete Jean-Luc Melenchon von der Linksfront aus Kommunisten (PCF) und Linkspartei (PG).

"Ich rufe alle, die ihr Vaterland lieben auf, mich zu wählen", appellierte Sarkozy an das nationalistische Lager. Hollande forderte er auf, sich in den kommenden beiden Wochen drei Live-Debatten zu stellen, statt der üblichen einen. "Alles muss debattiert werden, ohne Scheinheiligkeit, ohne Ausweichen, ohne Verstecken." Der Vorschlag wurde von Hollande allerdings abgelehnt.

Hollande Favorit für die Stichwahl
Hollande rief sich zum Favoriten für die Stichwahl aus. Er sei in der besten Situation, die entscheidende Runde zu gewinnen, sagte er vor Anhängern. Der Sozialist kündigte an, Europa "zurück auf den Pfad von Beschäftigung und Wachstum" zu führen.

Laut zwei am Sonntagabend von den Meinungsforschungsinstituten IPSOS und IFOP veröffentlichten Meinungsumfragen kann Hollande in der zweiten Wahlrunde mit mindestens 54 Prozent der Stimmen rechnen, Sarkozy dagegen nur mit 46 Prozent.

Kommentare

Oliver-Berg
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Keine leichte Wahl für Franzosen Die Franzosen haben die Wahl zwischen einem Sozialromantiker und Träumer Hollande und einem Politiker mit dem Machtgehabe eines Machiavelli und gnadenlosen Selbstdarsteller.

Egal für was sie sich entscheiden, es wird nicht besser für die Franzosen.

Denen geht es bei Wahlen auch nicht besser als uns.

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Re: Keine leichte Wahl für Franzosen Alles ist besser als Sarkozy und Le Pen.

Muss Angela alleine regieren? Wer am heutigen Tag wohl am Meisten zittert ist Angela Merkel, die im Laufe des Tages erfährt, ob sie in Zukunft Europa alleine regieren muss.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Patriotischen Christen Österreichs (PCÖ)
http://www.pcoe.gnx.at

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