Frankreich von

Valls neues Ministerteam

Wenige Namen, einige Rochaden: Segolene Royal neu im Kabinett, Moscovici muss gehen

Manuel Valls © Bild: APA/EPA/Etienne Laurent

Der Generalsekretär des französischen Präsidentschaftspalastes, Pierre-Rene Lamas, hat am Mittwochvormittag die neue Ministerriege von Premier Manuel Valls vorgestellt. Im neuen Kabinett finden sich nur wenige neue Namen, allerdings müssen sich zahlreiche Regierungsmitglieder mit neuen Ressorts anfreunden.

Wie erwartet bleibt Laurent Fabius Außenminister, auch Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian behält sein Ressort. Der bisherige Budgetminister Bernhard Cazneue folgt Valls im Innenministerium nach, Industrieminister Arnaud Montebourg übernimmt das Wirtschaftsressort.

Segolene Royal neu im Kabinett

Neu im Kabinett ist Segolene Royal, ehemalige Lebensgefährtin von Präsident Francois Hollande und frühere Präsidentschaftskandidatin der Sozialisten. Sie wird Umwelt- und Energieministerin. Wie erwartet ausgeschieden ist der bisherige Wirtschaftsminister Pierre Moscovici, sein bisheriger beigeordneter Minister für soziale Wirtschaft, Benoit Hamon, übernimmt jedoch das Bildungs- und Wissenschaftsministerium.

Teil der Regierung bleibt ebenfalls Najat Valaud-Belkacem als Ministerin für Frauenrechte, Jugend und Sport. Marisol Touraine bleibt Sozialministerin. Der bisherige Arbeitsminister Michel Sapin wird Finanzminister.

Erster Ministerrat auf Freitagfrüh vertagt

Anders als bisher angenommen wird der erste Ministerrat des neuen Kabinetts nicht am morgigen Donnerstag, sondern erst Freitagfrüh stattfinden. Die Staatssekretäre der neuen Regierung würden am Mittwoch noch nicht vorgestellt, sie sollen laut Informationen der französischen Tageszeitung "Le Monde" kommende Woche bekannt gegeben worden.

Wenige Minuten vor der Erklärung Lamas verließ der französische Präsident den Elyseepalast. Er wollte in Brüssel am EU-Afrika-Gipfel teilnehmen, war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der neuen Minister aber noch auf französischem Boden. Dies sehe die "republikanische Tradition" vor, hatte es am Dienstag aus dem Elysee geheißen.

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