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Anschlag auf Kirchen verhindert

Jihadist in Paris festgenommen - plante terroristischen Anschlag

Ein Auto der französischen Polizei © Bild: APA/EPA/Steffen Schmidt

Die französischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag in Frankreich verhindert. Bereits am Sonntag sei in Paris ein 24-jähriger Informatikstudent festgenommen worden, der einen Anschlag auf "wahrscheinlich ein oder zwei Kirchen" geplant habe, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch in Paris.

Der Mann war den Geheimdiensten wegen Plänen bekannt, nach Syrien in den Jihad zu ziehen. Gefundenes Beweismaterial belege die Anschlagspläne auf Kirchen "unzweideutig", erläuterte Cazeneuve. "Sonntag früh ist dieses Attentat verhindert worden", sagte der Minister.

Waffenarsenal in Auto und Wohnung

Im Auto und in der Wohnung des Mannes sei "ein Arsenal aus unter anderem mehreren Kriegswaffen, Handfeuerwaffen, Munition, kugelsicheren Westen sowie Informatik- und Telefonmaterial" gefunden worden, sagte der Innenminister. Der Mann befinde sich in Polizeigewahrsam, die Ermittlungen wurden von der Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft geleitet.

Der Mann soll überdies in den Mord an einer 32-jährigen Frau verwickelt sein, die am Sonntag tot in einem Auto im Pariser Vorort Villejuif gefunden worden war. Die genauen Umstände des Todes der Frau müssten noch aufgeklärt werden, sagte Cazeneuve.

Islamistische Anschlagsserie im Jänner

Bei einer islamistischen Anschlagsserie waren im Jänner im Großraum Paris 17 Menschen getötet worden. Zwei Islamisten erschossen beim Angriff auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 7. Jänner zunächst zwölf Menschen. Ein Gesinnungsgenosse der beiden tötete in den folgenden Tagen eine Polizistin und bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris vier weitere Menschen. Die drei Islamisten wurden schließlich bei Polizeieinsätzen erschossen.

Seit den Anschlägen herrscht in ganz Frankreich eine erhöhte Terror-Warnstufe. Im Großraum Paris gilt nach wie vor die höchste Warnstufe.

Kommentare

Lynxx

Der Anschlag auf Charlie-Hebdo war höchstwahrscheinlich unter falscher Flagge. Man hat auf Grund fingierter Hinweises zwei Personen aus der Terrorszene verdächtigt, für die vermutlichen Täter erklärt, gejagt und erschossen, ohne daß der Fall wirklich aufgeklärt wurde. Warum sollen wir jetzt den französischen Behörden glauben?

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