Frankreich macht die Schienen wieder frei:
Zugverkehr aus Italien wiederaufgenommen

Flüchtlingschaos: Hunderte Tunesier sitzen fest Rumänien kann 200 tunesische Migranten aufnehmen

Frankreich macht die Schienen wieder frei:
Zugverkehr aus Italien wiederaufgenommen © Bild: APA/EPA/ZENNARO

Die wegen des erwarteten Zustroms tunesischer Migranten unterbrochene Bahnverbindung zwischen dem italienischen Ventimiglia und Frankreich darf wieder befahren werden. Am Vormittag hatte er den Zugverkehr wegen einer möglichen Gefährdung der öffentlichen Ordnung vorübergehend stoppen lassen. Im italienischen Ventimiglia warten Hunderte Tunesier darauf, nach Frankreich fahren zu können.

Die italienischen Behörden haben am Wochenende damit begonnen, den tunesischen Flüchtlingen Reisepapiere auszustellen. Frankreich hat jedoch angekündigt, Wirtschaftsflüchtlinge nicht zu akzeptieren. Selbst mit den Papieren aus Italien dürften die meisten Tunesier keine Chance auf eine legale Einreise haben.

Sie müssen unter anderem nachweisen, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. 31 Euro pro Tag und Person sind notwendig, wer keine Bleibe hat muss sogar 62 Euro pro Tag und Person nachweisen. Die Kontrollen wurden in Frankreich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten verstärkt.

Unterdessen wurde bekannt, dass Rumänien 200 der nach Italien geflüchteten tunesischen Migranten aufnehmen kann. Dies teilte der rumänische Staatschef Basescu der italienischen Regierung von Premier Berlusconi mit.

Seit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali im Jänner kamen mehr als 23 000 Tunesier illegal nach Italien. Rom darf nach einem vor knapp zwei Wochen geschlossenen Sonderabkommen mit Tunis Migranten von dort zwar ab sofort wieder abschieben. Die zuvor Angekommenen müssen jedoch vorübergehend versorgt werden. Da die meisten Migranten ohnehin weiter nach Frankreich wollten, hatte die italienische Regierung von Silvio Berlusconi die Ausstellung von Papieren angeordnet, die zur Weiterreise berechtigen.

(apa/red)

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Wir brauchen einen neuen Leonidas Und dann wundern sich alle, dass überall die Rechten Parteien gewinnen. Wann hören wir endlich auf diese sagen wir mal einfachen Menschen nach Europa zu lassen.

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