Frankreich gegen Österreich unter Druck: Franzosen zollen unserem Team Respekt

Bedenken wegen der Körpergröße der ÖFB-Elf Teamchef Domenech: "Ein Spiel für Kämpfer"

Frankreich gegen Österreich unter Druck: Franzosen zollen unserem Team Respekt © Bild:

Sehr viel steht für die französische Nationalmannschaft auf dem Spiel. Eine Niederlage zum Auftakt der WM-Qualifikation wäre das, was Raymond Domenech nach dem Fiasko der EURO 2008 gar nicht gebrauchen könnte. Nun obliegt es dem stark verjüngten Team, Frankreichs Vertrauen in den angeschlagenen Teamchef wiederherzustellen. Den Auftakt dazu macht heute das Gastspiel in Wien gegen Österreich.

Domenech zollte dem Auftaktgegner allerdings Respekt. "Es wird ein Spiel für Kämpfer. Wir haben gesehen, wie Österreich bei der EURO aufgetreten ist. Sie sind körperlich stark und lieben es, ihre Gegner unter Druck zu setzen", erklärte der 56-Jährige. "Wir werden uns nicht überraschen lassen." Respekt haben die Franzosen vor allem vor der Körpergröße der ÖFB-Elf. "Sie werden versuchen, uns an der Gurgel zu nehmen", meinte Linksverteidiger Patrice Evra.

Die "Bleus" selbst vertrauen ihrer prominent besetzten Offensive. Neben Kapitän Thierry Henry stürmt Lyon-Jungstar Karim Benzema, der schon im jüngsten Aufeinandertreffen im März 2007 (1:0) den einzigen Treffer erzielt hatte. An den Flügeln werden die beiden von Sidney Govou und Arsenal-Jungstar Samir Nasri unterstützt.

Verjüngte "Equipe Tricolore"
Nach dem enttäuschenden EM-Aus mit nur einem Tor und einem Punkt in der Gruppenphase hat die "Equipe Tricolore" eine Frischzellenkur hinter sich. Die Altstars Lilian Thuram (36) und Claude Makelele (35) sind nicht mehr dabei, dazu fehlt der etatmäßige Kapitän Patrick Vieira (32) wegen anhaltender Oberschenkelprobleme. Im zentralen Mittelfeld ziehen daher Jeremy Toulalan (Olympique Lyon) und Lassana Diarra (Portsmouth) die Fäden.

Bayern-Regisseur Franck Ribery fehlt wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk, Barcelona-Verteidiger Eric Abidal ist gesperrt. Domenech dürfte damit jenes Team aufbieten, das zuletzt am 20. August in einem Testspiel Schweden mit 3:2 bezwungen hatte. Einzige Ausnahme ist der leicht angeschlagene Florent Malouda, der nach seiner öffentlichen Kritik an Domenech in der "L' Equipe" am linken Flügel durch Nasri ersetzt werden dürfte.

Die ersten drei WM-Quali-Spiele gegen die vermeintlich stärksten Gegner in Gruppe 7 - Österreich, Serbien und Rumänien - wurden daher von den Medien bereits zur "Trilogie um Domenechs Kopf" erklärt. Ein besonderer Freund der Presse war der streitbare Ex-Lyon-Kicker ohnehin nie gewesen. "Ich werde mich nicht ändern", betonte der nicht gerade pflegeleichte Coach. "Es geht nicht darum, jemanden zu bezirzen, sondern zu gewinnen. Wir werden versuchen, das so schnell wie möglich wieder tun."

(apa/red)