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Frankreich flog neue Luftangriffe auf IS-Ziele im Irak

Nach Anschlag von Nizza verstärkten Kampf gegen Extremisten angekündigt

Die französische Luftwaffe ist in der Nacht zum Dienstag neue Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak geflogen. Es seien Ziele in der Nähe der im Nordwesten des Landes gelegenen Stadt Mossul angegriffen worden, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian dem Radiosender France Info.

"In Mossul zuschlagen, im Irak zuschlagen, damit gewährleisten wir auch unsere Sicherheit in Frankreich und in ganz Europa", sagte Le Drian. Die französische Regierung hatte nach dem Anschlag von Nizza mit mehr als 80 Toten angekündigt, ihren Kampf gegen den IS im Irak und in Syrien zu verstärken. Die Angriffe in der Nacht auf Dienstag waren dabei nicht der erste Einsatz seit dem 14. Juli, wie Le Drian sagte. "Wir haben auch schon gestern angegriffen." Es werde nicht jeder Einsatz der Luftwaffe bekanntgegeben.

Am französischen Nationalfeiertag war ein 31-jähriger Tunesier auf der Strandpromenade von Nizza mit einem Lastwagen in die feiernde Menge gefahren. Mindestens 84 Menschen wurden getötet, der Täter letztlich von Polizisten erschossen. Nach Angaben der Ermittler hatte sich der 31-Jährige vor der Tat wiederholt Propagandamaterial von Dschihadisten angeschaut. Einen Beweis für eine direkte Verbindung zum IS oder zu anderen Extremisten gibt es bisher jedoch nicht.

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