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Frankreich: Künstliche Befruchtung für lesbischen Frauen ab 2018

Wahlkampfversprechen von Macron soll im kommenden Jahr umgesetzt werden

Die französische Regierung will homosexuellen und alleinstehenden Frauen ab dem kommenden Jahr künstliche Befruchtungen erlauben. Das Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron werde "eingehalten", sagte die Staatssekretärin für Geschlechtergleichheit, Marlene Schiappa, am Dienstag dem Sender RMC. Angepeilt werde das Jahr 2018, wenn ein Gesetz zur Bioethik reformiert werde.

Derzeit ist eine künstliche Befruchtung in Frankreich nur für heterosexuelle Paare erlaubt, die aus medizinischen Gründen keine Kinder bekommen können. Lesbische oder alleinstehende Frauen reisen deswegen häufig ins Ausland, um eine In-Vitro-Fertilisation vorzunehmen.

Im Wahlkampf stellte Macron eine Reform in Aussicht. Der französische Ethikrat sprach sich dann Ende Juni dafür aus, auch homosexuellen und alleinstehenden Frauen eine künstliche Befruchtung zu erlauben. Zwar ist Umfragen zufolge auch eine Mehrheit der Franzosen dafür. Widerstand dürfte aber von konservativen Gruppen und der katholischen Kirche kommen.

Schon Macrons sozialistischer Vorgänger Francois Hollande hatte ursprünglich versprochen, im Zuge der Einführung der Homo-Ehe lesbischen Frauen das Recht auf eine künstliche Befruchtung zu geben. Er machte dann aber einen Rückzieher.

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