Fragezeichen hinter Maiers Abfahrts-Start:
"So macht es ein zweites Mal keinen Sinn"

Giger gibt Maiers körperlicher Zustand zu denken PLUS: Kathrin Zettel verzichtet auf Damen-Abfahrt

Fragezeichen hinter Maiers Abfahrts-Start:
"So macht es ein zweites Mal keinen Sinn" © Bild: Reuters

Hermann Maiers alles andere als guter körperlicher Zustand nimmt bei der Nominierung der vierköpfigen österreichischen WM-Abfahrts-Mannschaft die Schlüsselrolle ein. Das Antreten des Salzburgers am Samstag ist höchst fraglich. "Maier wäre neben Kröll und Walchhofer unser dritter Mann. Aber hinter seinem Einsatz steht ein großes Fragezeichen", so ÖSV-Herren-Cheftrainer Toni Giger.

Am Mittwoch war Maier stark verkühlt und gehandicapt in den Super-G gegangen, der ÖSV-Superstar war chancenlos und belegte Rang 18. "So macht es ein zweites Mal ganz sicher keinen Sinn. Gaudihalber runterfahren lassen wir ihn sicher nicht. Das sieht der Hermann genauso", stellte Giger klar. Eine Stunde nach Ende des zweiten Abfahrtstrainings muss der ÖSV das Quartett bekanntgeben. "Da werden wir sehen, ob Maier fit ist. Derzeit schaut es nicht gut aus."

Aktuell haben also lediglich Michael Walchhofer und Klaus Kröll ihren Startplatz für Samstag fix. Sollte Maier fit werden, geht es in den Trainings um einen, sollte Maier absagen um zwei Startplätze. Infrage kommen laut Giger "alle die im Training dabei sind", realistische Chancen dürfen sich aber wohl am ehesten Christoph Gruber und Georg Streitberger machen.

Training absolviert
Trotz seiner schweren Verkühlung hat Maier das erste Abfahrtstraining absolviert. Der Salzburger machte trotz des Handicaps auf der Bellevarde-Piste einen guten Eindruck, bremste dann - noch mehr als alle anderen Fahrer - vor dem Zielsprung komplett ab und kam mit fast zwölf Sekunden Verspätung auf den Trainingsschnellsten Christoph Gruber ins Ziel. Dort berichtete Maier dann von einer "sehr langsamen" Verbesserung seines Zustands. "So etwas geht eben nicht von heute auf morgen."

Auch ein Abfahrtsstart von Raich war aufgrund der speziellen Topographie der Bellevarde-Piste ein Thema gewesen, doch der Tiroler meinte nach dem Super-G recht deutlich: "Aus meiner Sicht ist es nicht so, dass ich in der Abfahrt eine realistische Medaillenchance habe. Deshalb werde ich die Kraft für meine Hauptdisziplinen sparen." Raich startet in Val d'Isere noch in Slalom, Riesentorlauf, Super-Kombi und voraussichtlich auch im Teambewerb.

Kathrin Zettel hat von sich aus einen Start in der Spezialabfahrt der Damen bei der WM in Val d'Isere ausgeschlossen. "Das ist für mich kein Thema. Ich muss auch auf mich schauen, ich habe ein irrsinniges Programm, die Abfahrt ist sehr kräfteraubend, die Tage Regeneration muss man nutzen", sagte die Niederösterreicherin, die am Mittwoch im ersten Training zweitbeste Österreicherin war und fixe Einsätze in Super-Kombination, Riesentorlauf und Slalom hat und wohl auch im Teambewerb starten wird.

(apa/red)