Frachtschiff löst vor Gibraltar Ölpest aus: Öl & Treibstoff verdrecken umliegende Strände

Frachter war schon im August teilweise gesunken Im Dezember war das Wrack auseinandergebrochen

Frachtschiff löst vor Gibraltar Ölpest aus: Öl & Treibstoff verdrecken umliegende Strände © Bild: Reuters/Nazca

Ein halbversunkener Frachter hat in der Meerenge von Gibraltar eine Ölpest ausgelöst. Wie die spanischen Behörden mitteilten, ging das Wrack der "New Flame" fast vollständig unter. Dadurch seien Öl und Treibstoff aus dem Schiff ins Meer gelangt. In der Gegend der südspanischen Hafenstadt Algeciras seien drei Strände mit Ölschlamm verdreckt worden.

Der unter panamesischer Flagge fahrende Frachter war im August 2007 vor dem Hafen von Gibraltar mit einem dänischen Öltanker zusammengestoßen und teilweise gesunken. Ende Dezember brach das Wrack in zwei Teile auseinander. An Bord der "New Flame" befinden sich 42.000 Tonnen Schrott.

Spanische Umweltschützer warfen der Regierung von Gibraltar vor, nichts zur Bergung des Wracks und der Ladung unternommen zu haben.  Sie warnten vor einer drohenden Umweltkatastrophe und wiesen darauf hin, dass die Zusammensetzung der Ladung unbekannt sei. Dazu könnten auch Öle, Schwermetalle oder radioaktiver Abfall gehören. Die Regierung der britischen Kolonie Gibraltar erklärte demgegenüber, von der Ladung gehe keine Gefahr für die Umwelt aus.

(APA/red)