Nationalratswahlen von

Strache: Stärkste Kraft werden

Die FPÖ hat die inhaltlichen Schwerpunkte für den Wahlkampf festgelegt

HC Strache © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Die FPÖ hat bei ihrem Parteipräsidium und Vorstand am Mittwoch auch inhaltliche Schwerpunkte in Hinblick auf die Nationalratswahl ausgearbeitet. "Ich will die FPÖ zur stärksten und bestimmenden Kraft in Österreich führen", bekräftigte Parteichef Heinz-Christian Strache am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Den Auftritt nutzte Strache einerseits, um u.a. seinen Volksanwalt-Kandidaten Peter Fichtenbauer vorzustellen und andererseits, um über SPÖ, ÖVP, Grüne, Frank Stronach, die EU und den ORF zu schimpfen.

Er stehe mit seiner Mannschaft für eine nachhaltige Erneuerung, betonte Strache. Die "rot-scharze Ausverkaufspolitik" wolle er aufbrechen. Er trete gegen Bundeskanzler Werner Faymann (SP) an und damit auch gegen dessen Koalitionspartner ÖVP und die Grünen als "Steigbügelhalter".

Altbekannte Töne

Als Kanzler würde er die direkte Demokratie wie in der Schweiz durchsetzen, versprach Strache einmal mehr. Sein Ziel sei auch, nach Verhandlungen mit der EU eine Volksabstimmung über den Verbleib oder Austritt aus der Eurozone oder der EU sicherzustellen. Weitere Beitrittsverhandlungen mit der Türkei solle es nicht geben. "Österreicher zuerst" sei der Grundsatz der Freiheitlichen, man müsse die Armut, Arbeitslosigkeit und Inflation bekämpfen.

Ins Zeug warf sich Strache auch für "mehr Sicherheit", also mehr Exekutive, zeitlich befristete Grenzkontrollen, strengere Strafen für Sexualstraftäter, Zuwanderungstopp und ein Abstellen von "Asylbetrug". Die ORF-"Zwangsgebühren" würde er abschaffen. All das seien "klare Positionen", mit denen die FPÖ in die Wahl gehen werde.

Stronach ist nicht der Gegner

In Sachen Kärnten bekräftigte der FPÖ-Chef lediglich, dass der jetzige Chef der FPÖ Kärnten, Christian Leyroutz, den Auftrag bekommen habe, gemeinsam mit dem geschäftsführenden FPK-Obmann Christian Ragger bis zum Landesparteivorstand am kommenden Montag die "Erneuerung" sicherzustellen. Konkreter wollte er sich diesbezüglich vor Montag nicht äußern.

Im Zusammenhang mit Niederösterreich, wo die FPÖ bei der Landtagswahl ja auch verloren hat, schoss sich Strache vor allem auf Stronach ein, von dem "falsche Bilder" gebracht würden. Man unterschätze Stronach nicht, aber er sei nicht sein Gegner bei der Bundeswahl, das werde nämlich ein Duell gegen Faymann.

Lobeshymnen für Hofer

Der FPÖ-Chef ging in der Pressekonferenz außerdem auf die bereits bekannten personellen Änderungen ein, die am gestrigen Mittwoch beschlossen wurden: Den stellvertretenden FPÖ-Obmann Norbert Hofer, der ja statt Martin Graf als Nationalratspräsident kandidieren wird, sollte die FPÖ nach der Wahl einen der drei Präsidenten stellen, überschüttete Strache mit Lob. Hofer, selbst gehbehindert, würde als NR-Präsident Behinderten- und Seniorenheime besuchen und in den Amtsräumen des Hauses Ausstellungen für behinderte Künstler ermöglichen, wie er ankündigte.

Der Jurist Fichtenbauer wiederum werde ein "sehr aktiver Volksanwalt sein", glaubt Strache. Fichtenbauer betonte, die Aufgabe als Volksanwalt sei eine "urfreiheitliche Aufgabe". Er möchte in seiner neuen Funktion die Zusammenführung der verschiedenen Bürgeranwälte (z.B. Patientenanwalt) auf Ebene der Volksanwaltschaft ins Auge fassen. Auch will er sich gegen "Schieflagen" in der Justiz starkmachen, also dass etwa Vermögensdelikte strenger bestraft würden als Delikte gegen Leib und Leben.

Kommentare

Wir leiden Mangel an Politikern, die mehr können als sie sind. Dazu zählen vor allem die blauen Dandys. Kein Portier der VOEST käme beispielsweise auf die Idee, laut hinaus zu posaunen, dass er ab dem nächsten Jahr Generaldirektor des Unternehmens werden möchte.
Politisches Dandytum und Großmannssucht brauchen wir in Österreich nicht!!!

RobOtter

Ich muss mich manchmal über diese unglaubliche Naivität des HC wundern. Glaubte er wirklich aus Protestwählerstimmen-Gnaden Kanzler zu werden? Dem HC seine Partei war doch bisher nur da um all jenen eine Plattform zu bieten die bisher nirgends gehört wurden oder chronisch unzufrieden sind. Jetzt aber ist Frank hier. Frank ist nicht gar so rechts und für viele dadurch wählbarer.

Bananenbiager melden

Strache: Stärkste Kraft werden
Wo? Zwischen FPK und FP?
Dazu gehört auch Durchsetzungsvermögen!
Aber wenn ein gescheiterer Zahnarztgehilfe glaubt mit Aussagen wie "Klonen" die Österreicher zu erreichen, dann ist es er sicher bemüht einen geeigneten Arzt zu finden, oder eben FP.Chef bleiben, da hat man einen geschützten Bereich^^

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Apropos Arzt, er bräuchte in der Tat mal jemanden, der's ihm klar und deutlich sagt.

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Warum ist er, als es mit der Dentalwerkstatt nicht klappen wollte, nicht zur bestimmenden Kraft eines Würstelstandes am Naschmarkt geworden? "Hallo super Würstl hab i mit braunem Senf". Leider:
Österreich dagegen braucht die bestimmenden Kräfte der Forschung und Innnovation, die Kräfte unserer jungen an den Universitäten und Fachhochschulen ausgebildeten Techniker, Lehrer, Mediziner, Juristen

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Fortsetzung:
und Wirtschaftswissenschaftler. Die Kräfte der sozialen Dienste und Ehrenamtlichen in allen Bereichen und viele mehr.
Keinesfalls die muskellahmen Scheinkräfte von politischen Dampfplauderern, die mangels Qualifikation und Talent nichts beitragen können zur positiven Entwicklung Österreichs!!!

Ivoir
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Wenn Hr. Strache von Bekämpfung der Armut redet, sollte er vielleicht zuerst seine geistige Armut besiegen. Von Duellen zu sprechen ist Nonsens, er wird nicht nahe genug kommen, aus MrNice hat eine große Verwandtschaft. Das Hrn. Fichtenbauer von allen Seiten die Füße geküsst werden, ist ebenso bizarr, wie einen Mann mit einem Handicap als Wahlschlager zu präsentieren.

Ivoir
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Ja, auch ich habe schon einmal die FPÖ gewählt, aber da hat HC. Strache noch in die Windeln, oder sonst wohin gemacht.

free-spirit

Es waren einmal ein größenwahnsinniger und realitätsfremder H.C. Strache und seine miese Bande . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . und wenn sie nicht gestorben sind, betrügen und lügen sie noch heute.

Ignaz-Kutschnberger
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Bitte eine Frage: Wie war das gemeint mit einem Schluss-Strich unter Gudenus gezogen??
Siehe ZIB-Interview 2012 ab Minute 10...
http://www.youtube.com/watch?v=VRl9pKE_NQs

Ignaz-Kutschnberger
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War da der Johann Gudenus (der aktuelle FPÖ Spitzenkandidat in Wien) gemeint, oder sein Vater?? Strache, bei welchem GUDENUS hast da wie im ZIB Interview 2012 behauptet einen Schluss-Strich gezogen?? Bitte um Aufklärung!! DANKE

Ignaz-Kutschnberger
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Also der Vater vom Johann müsste ja dann der John Gudenus sein... wurde der 2006 nicht irgendwie verurteilt, wegen irgendeiner Betätigung Verbotsgesetzt, oder so??

Lieber HC_Strache meine stimme hast Du

Lieber Ha-Tsche Strache, der Traum der für Jörg Haider nicht in Erfüllung ging, wird auch für Sie unerreichbar bleiben. Und das ist gut so. Ein Land in dem Sie und Ihre Mannen von diesen verschiedensten Splittergruppen einer Bundesregierung vorstehen ist eine grauenhafte Vorstellung.

Da es Ihnen, wie wir nach den Landtagswahlen hinreichend gesehen haben, auch noch an den notwendigen Führungsqualitäten mangelt, wird eine personelle Erneuerung der Partei weiterhin nicht möglich sein, eine anständige und auch notwendige freiheitliche Bewegung, die tatsächlich wählbar wäre, bleibt somit in weiter Ferne. All die Kickoffs und zombies, deren niedere Instinkte durch Sie bedient werden können, werden nicht für eine Mehrheit reichen.

Wer mit Typen wie den Scheuch`s gemeinsame Sache macht, und jetzt so tut, als ob ihm das alles nichts angehe, hat im Kanzleramt nichts verloren.......Egal ob BZÖ,FPÖ,FPK und jetzt neu > die Freisinnigen FIK (von Dörfler bis Dobernig), "Sie sind alle gleich" SCHÄMEN SIE SICH HERR STRACHE!!!

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