FPÖ-Chef Heinz Christian Strache teilt im
NEWS-Interview mit: "Ich will regieren“

Aktuelle NEWS-market-Umfrage gibt FPÖ gute 21% Krise der Regierungsparteien dient der blauen Partei

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache teilt im
NEWS-Interview mit: "Ich will regieren“ © Bild: Reuters/Pammer

Ganz plötzlich ist just er in aller Munde. Und zur Überraschung aller treibt er mit seinen dumpfen Anti- EU-Parolen tatsächlich wieder die Koalition vor sich her. Die Dauerquerelen, die Intrigen und Eifersüchteleien der rotschwarzen Regierung haben FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schlagartig zum Hauptprofiteur der Krise gemacht.

NEWS: Herr Strache, in Umfragen liegen Sie schon bei über 20 Prozent. Haben Sie sich schon bei der rot-schwarzen Koalition dafür bedankt? Aus eigener Leistung punkten Sie ja nicht. Ihren Umfrage-Aufstieg verdanken Sie der Regierung, nicht?
Strache: Das ist eine ganz falsche Analyse, die Sie und einige Medien und Mitbewerber da zu transportieren versuchen. Die FPÖ steht für die richtigen Inhalte und für einen notwendigen Politikwandel in Österreich, nämlich für soziale Verantwortung, für Österreicher zuerst. Wenn das tatsächlich so wäre, wie Sie behaupten:Warum liegen dann die anderen Oppositionsparteien nicht bei 20 Prozent?

NEWS: Ganz einfach: weil Sie populistische Antworten auf den verständlichen Frust der Menschen angesichts der Dauerregierungskrise geben.
Strache: Nein, sondern weil wir sehr, sehr hart arbeiten.Weil ich zeitweise 16-bis 20-Stunden-Tage habe, durch alle neun Bundesländer fahre, um die Bürger über unsere Inhalte aufzuklären.Und weil wir uns der Sorgen und Nöte der Menschen als soziale Heimatpartei als Einzige annehmen. Wir sind die echte Oppositionspartei, im Unterschied zu den Opportunistenparteien.

NEWS: Aber die SPÖ versucht, Ihnen mit dem EU-Schwenk gerade das EU-kritische Wählerpotenzial wieder abspenstig zu machen. Haben Sie nicht Angst, dass die rote Strategie aufgeht?
Strache: Nein, überhaupt nicht. Man wählt den Schmied un nicht den Schmiedl.Das ist doch eine lächerliche Seifenblase der SPÖ. Sie hat erst vor wenigen Wochen mit der ÖVP und den Grünen dieses EU- Verfassungsdiktat durchgepeitscht. Was ist denn so bedeutungsvoll an diesem angeblichen SPÖ-Schwenk? Weder ist die SPÖ dazu bereit, vom EU-Vertrag zurückzutreten, noch jetzt darüber abzustimmen. Die SPÖ hätte genauso den Beschluss fassen können, dass ihr Präsidium die nächsten 20 Jahre nicht auf den Mond fliegen wird. Der EU-Beschluss der SPÖ ist doch völlig nichtssagend und absurd. Was die Herren Gusenbauer und Faymann hier machen, ist erneut Wählertäuschung. Denn 80 Prozent der Österreicher wollen eine Abstimmung über den derzeitigen EU-Vertrag. Die SPÖ hat doch ohnehin null Glaubwürdigkeit. Alle erinnern sich doch noch an den Gitti-Ederer-Tausender und den falschen Pensionistenbrief von Vranitzky. Und alle wissen, dass Gusenbauer und auch Faymann, der ja immer dabei war, alle Wahlversprechen gebrochen haben. Die brauchen keine Briefe mehr zu schreiben.

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen NEWS 27/08!