FPÖ-Burgenland von

Tschürtz bleibt Parteichef

Nach Vorstandssitzung: "Es wurde mir das Vertrauen einstimmig ausgesprochen."

Johann Tschürtz vor der Sitzung des Landesparteivorstands © Bild: APA/Punz

In der FPÖ Burgenland soll es als Folge der Entwicklungen rund um den jüngsten Landesparteitages personelle Veränderungen geben: "Die zwei wichtigsten strategischen Posten", jener von Landesgeschäftsführer Siegfried Zeltner und der von Landesparteisekretär Geza Molnar, sollen neu besetzt werden, kündigte FP-Obmann Johann Tschürtz Dienstagabend im Anschluss an die Landesparteivorstandssitzung an. Er selbst bleibt in Amt und Würden. Nach einer "offenen" Aussprache sei es zu einer ebenso offenen Abstimmung gekommen. Alle, die ihm das Vertrauen aussprachen, hätten sich von den Plätzen erhoben: "Der Beschluss war einstimmig", berichtete der Parteichef.

Bei einem weiteren Parteivorstand in etwa vier Wochen soll der zeitliche Rahmen für die Neubesetzungen festgelegt werden, sagte Tschürtz. Er gehe aber davon aus, dass der Wechsel noch vor dem Sommer stattfinde. Ob Molnar Klubdirektor bleibt, "werden wir noch abklären", meinte der FP-Landesobmann. Zelter bleibe Arbeiterkammerrat. "Ich erwarte mir viel von dieser Neuerung", erklärte Tschürtz. Nach einem Landesparteitag mit viel Kritik sei es seine Pflicht, "Optimierungen wahrzunehmen".

Künftig sollen außerdem "Beraterteams" mit fünf bis sieben Personen in einzelnen inhaltlichen Bereichen aufgestellt werden, die dem Landesparteiobmann "zuarbeiten" sollen. Die innerparteilichen Spannungen führte Tschütz nicht auf eine ideologische Auseinandersetzung zurück, sondern darauf, dass er manche Wünsche seitens der Parteibasis - etwa im Hinblick auf öffentliche Auftritte bei Bürgerständen - nicht erfüllen habe können.

"Diese Spannungen darf es zukünftig nicht mehr geben", so Tschürtz und fügte hinzu: "Man hat mir auch gesagt, dass ich zu gutmütig bin."

Kritik an Geschäftsführung
Auch an der Landesgeschäftsführung habe es einige Kritik gegeben: "Man hat gesagt, der Landesgeschäftsführer hat zu wenig Außendienst absolviert", im Bereich der Mitgliedergewinnung sei er jedoch "sehr stark". Einige seien allerdings "mit so manchen Tätigkeiten nicht so sehr zufrieden" gewesen, so Tschürtz.

Es bestehe zudem der Wunsch, dass der Landesparteisekretär "ein bisschen entlastend" für den Parteiobmann auftrete. Der Parteichef solle nach außen hin die Nachrichten überbringen, jedoch: "Alles braucht der Landesparteiobmann nicht kommentieren." Für die kommend Landtagswahl wolle er sich wieder als Spitzenkandidat der FPÖ Burgenland bewerben, so Tschürtz auf eine Journalistenfrage.

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