FPÖ hat sich saniert: Bis zum historischen Höchstwert fehlt aber noch ein gutes Stück

1999 kamen die Freiheitlichen auf 26,9 Prozent

Die FPÖ hat sich nach ihrem Absturz während der Bundesregierungs-Beteiligung saniert. In ihrer zweiten Wahl mit Parteichef Heinz-Christian Strache landete sie mit dem größten Zuwachs in der Parteigeschichte schon in der Nähe der 20-Prozent-Marke. Damit liegt die FPÖ jetzt etwas besser als im Jahr 1990 (mit 16,6 Prozent), wo sie Jörg Haider zum zweiten Mal in die Wahl geführt hatte - und dies, obwohl Jörg Haider mit dem BZÖ gegen die FPÖ kandidierte. Gemeinsam wären die beiden rechten Parteien stärker als im Jahr 1999, wo die FPÖ ihr Rekord-Hoch von 26,9 Prozent erreichte.

Für die FPÖ geht es seit der Abspaltung der BZÖ-Regierungstruppe rund um Jörg Haider im Jahr 2005 wieder bergauf - nach einem ungebremsten Absturz während der schwarz-blauen Jahre. Bei der NR-Wahl 2006 schafften die Freiheitlichen erstmals seit 2000 wieder einen leichten Zuwachs und heute den größten, den die FPÖ bei NR-Wahlen je lukrierte. Bisher lag der Rekord bei plus 6,9 Prozentpunkten, die die Haider-FPÖ 1990 schaffte. Über die Jahre hat Haider - von 1986 bis 1999 - der FPÖ freilich einen Zuwachs von insgesamt 21,9 Prozentpunkten beschert. 2002 büßten die damals noch geeinten Blauen davon freilich 16,9 Prozentpunkte ein.

Mit ihrem starken Zuwachs sind die Blauen wieder den vierten Platz los, auf den sie 2006 - hinter die Grünen - gefallen waren. Wie bei all den anderen 17 Wahlen, an denen die FPÖ (bzw. ihre Vorgängerpartei) seit 1945 teilnahm, sind sie auch jetzt wieder Dritte.

Dass sich die FPÖ wieder saniert, zeigte sich schon bei den Landtagswahlen des heurigen Jahres: Sowohl in Tirol als auch in Niederösterreich legten die Blauen stark zu.

Die Hochburg der FPÖ auch bei dieser Nationalratswahl war Wien, die Heimatstadt Straches. Nach wie vor das schwächste Ergebnis fuhren die Blauen in Kärnten ein - wo das BZÖ mit seinem LH Jörg Haider dominierte.

(apa/red)