FPÖ vs. ORF von

Strache zündelt
wieder gegen Wolf

FPÖ-Chef gießt wieder Öl ins Feuer - und hat sich gerade erst bei ZIB-Moderator entschuldigt

FPÖ vs. ORF - Strache zündelt
wieder gegen Wolf © Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Seit längerem brodelt der Konflikt zwischen der FPÖ und dem ORF. Ist es in den letzten Tagen etwas ruhiger geworden, groß FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nun wieder Öl ins Feuer. Er forderte einen „lebenslangen Vertrag“ für den ZIB-Moderator.

Die FPÖ hat nicht die anderen Parteien sondern den ORF zu ihrem Feind bei diesen EU-Wahlen auserkoren. Konkreter noch den ORF „Zeit im Bild“-Moderator Armin Wolf. Direkt in der Sendung griff der freiheitliche Spitzenkandidat Harald Vilimsky den Journalisten vor laufenden Kameras an. Später forderte er noch „Konsequenzen“ und FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger legte Wolf überhaupt eine „Auszeit“ nahe. In einem Wahlwerbespot ließ die FPÖ außerdem eine Reporterin namens „Armina Wolf“ auftreten.

"Lebenslanger Vertrag für Wolf"

Nachdem sich der ORF für Wolf ausgesprochen hatte und ausländische Medien über den vermeintlichen Angriff auf die Pressefreiheit berichteten, wurde es ein wenig ruhiger. Nun sprach FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den Fall wieder an. Bei einer Tourismusgala eines Magazins forderte er – ironisch – einen „lebenslangen ORF-Vertrag“ für Armin Wolf. Der Grund: Wolf würde der FPÖ helfen. Näher führte er seinen Seitenhieb dann aber nicht aus.

Öffentliche Entschuldigung

Dabei musste sich Strache gerade erst bei dem ZIB-Moderator öffentlich entschuldigen. Sehr klein, aber doch, war letzte Woche in Tageszeitungen eine Klarstellung zu lesen mit dem Titel „Entschuldigung von Heinz-Christian Strache gegenüber Armin Wolf“. Darin ist zu lesen, dass Straches Behauptung, der ORF und das Facebook-Profil von Armin Wolf ein Ort sei, „wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden“ „unrichtig“ war. Ausdrücklich wird darin noch festgehalten, dass Strache Wolf „stets als höchst korrekten und professionellen Journalisten“ erlebt habe.