Formel 1 in Singapur von

Vettel vor Hattrick

Red Bull dominiert freies Training. Webber Zweiter - Rest über eine Sekunde zurück.

Vettel © Bild: Reuters/Su

Red Bull steuert am Wochenende beim Formel-1-Grand-Prix von Singapur dem dritten Sieg in Serie entgegen. Das österreichisch-englische Team dominierte am Freitag das freie Training auf dem Stadtkurs. Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel verwies seinen Teamkollegen Mark Webber in der Nacht um sechs Zehntelsekunden auf Platz zwei. Die Konkurrenz folgte bereits mit über einer Sekunde Rückstand.

"Wenn man das Vertrauen zum Auto hat, kann man es auch fliegen lassen", lobte Vettel die Abstimmung seines Boliden. Der RB8 war nicht nur auf eine Runde, sondern auch auf dem Longrun schnell. "Es war sehr produktiv. Wir hatten keine Probleme, es lief alles nach Plan", erklärte Vettel. Der große Vorsprung überraschte aber sogar den deutschen Seriensieger. "So habe ich das nicht erwartet, das ist auch nicht ganz repräsentativ."

Vettel hat vor allem Mercedes auf der Rechnung. Die Silberpfeile brachten sich als zweite Kraft hinter den Bullen in Stellung - allerdings mit 1,009 (Nico Rosberg) bzw. 1,1119 (Lewis Hamilton) Sekunden Rückstand auf den WM-Leader. "Ich glaube, Mercedes ist sehr stark dieses Wochenende", warnte Vettel. Vor allem im Qualifying am Samstag (15.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) sei mit Rosberg und Hamilton zu rechnen.

Beim Nachtrennen am Sonntag, das er bereits in den beiden vergangenen Jahren gewonnen hat, könnte Vettel einen weiteren großen Schritt in Richtung seines vierten WM-Titels in Serie machen. Sieben Rennen vor Schluss führt der 26-Jährige 53 Punkte vor Ferrari-Star Fernando Alonso und deren 81 vor Hamilton. Alonso kam in den beiden Trainings unmittelbar hinter dem Franzosen Romain Grosjean im Lotus nicht über die Ränge sieben bzw. sechs hinaus.

In der ersten Session bei Tageslicht war noch Hamilton der Schnellste gewesen. "Es war kein perfekter Freitag für uns", meinte der Ungarn-Sieger. "Wir wollen in die erste Reihe, auch wenn das hart wird." Eine gute Startposition ist auf dem engen Straßenkurs besonders wichtig, gibt es doch kaum Überholmöglichkeiten. "Die Abstände sind groß, wir werden uns aber nicht davon ablenken lassen, was unsere Mitbewerber tun", versprach Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Schon zuletzt in Spa und Monza hatte Vettel dominiert - und so die Basis für eine weitere WM-Krone gelegt. Alonso verbesserte sich im Rennen jeweils auf Platz zwei. Im Qualifying scheint sein Ferrari aber nicht mithalten zu können. Sein zukünftiger Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen im Lotus landete im freien Training bei Quali-Bedingungen auf Rang acht - unmittelbar hinter Jenson Button im McLaren.

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